Für Karlsruhe war das Spiel klar – Gerolsheim hielt aber dagegen
Die Partie der drittplatzierten Karlsruherinnen gegen die so gut wie abgestiegenen Tabellenletzten aus Gerolsheim war auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Aber manchmal kommt es ja anders, als man erwartet. Die Überraschung jedoch blieb aus, auch wenn die Gäste im Startpaar mit den Gastgeberinnen noch auf Augenhöhe agierten.
Alexandra Plaul zeigte vor allem ins Räumen eine tolle Leistung und spielte souverän 477 Kegel, ihre Mitstreiterin Sibylle Vogt steuerte 447 Kegel bei. Die Gerolsheimerinnen Lisa Köhler und Michaela Biebinger hielten allerdings mit 449 bzw. 464 Kegeln ordentlich dagegen.
Eine hauchdünne Führung nur, die die Germania herausspielte. Im ersten Durchgang der Mittelpaarung dann wiederum offenbarten die Gäste erhebliche Probleme. Von Karlsruhe kam zwar auch nicht gerade ein Feuerwerk, denn Birgit Klein begann mit 207 Kegeln und Nadine Lösch mit 215 Kegeln, dagegen standen aber 175 Kegel von Tanja Schmitt und 177 Kegel von Bianka Wittur. Für letztere bedeutete das die Auswechslung. Manuela Drescher aber legte nur 193 Kegel aufs Ergebnis obendrauf und Tanja Schmitt beendete ihr Spiel schließlich mit lediglich 394 Kegeln. Die Karlsruherinnen schlugen daher mit gerademal 412 Kegeln von Birgit Klein und 445 Zählern von Nadine Lösch ordentlich Kapital aus ihrer Leistung und gingen mit deutlichen 104 Kegeln in Führung.
Das wieder umzubiegen, gegen das heimstarke Karlsruher Schlusspaar, glich einer Mammutaufgabe für Gerolsheim. Dessen ungeachtet sahen die Zuschauer hier im Schlussspurt in Karlsruhe noch einmal guten Kegelsport. Nina Raileanu spielte 490 Kegel gegen die 450 Kegel von Dana Schmitt und Manuela Özdal setzte 478 Kegel gegen Tina Wagners 479 Kegel. Am Ende kassierten die Gäste trotz einiger guter Ergebnisse dann doch eine deutliche Niederlage gegen die Karlsruher Frauen, die ihrer Favoritenrolle somit gerecht wurden.
Lisa Köhler (TuS Gerolsheim): “Nach dem Mittelpaar war die Partie eigentlich entschieden. Dass man 100 Zähler nicht so einfach aufholt, war klar. Nichtsdestotrotz hat das Schlusspaar gut mitgehalten.“
Olaf Berger