Spiel auf Augenhöhe – Karlsruherinnen machen am Schluss den Sack zu
Ein Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Frammersbach könnte bedeuten, dass die Karlsruher Frauen sich vielleicht etwas vom Mittelfeld absetzen. Nach dem deutlichen Hinspielsieg wollten sich die Gastgeberinnen zu Hause natürlich keinerlei Blöße geben. Dennoch rechnete man hier mit einem spannenden Duell.
Und so kam es auch: Wie gewohnt betraten Alexandra Plaul und Sibylle Vogt als Erste die Bahnen. Plaul hielt ihre Gegnerin auf der ersten Bahn mit 200 Kegeln fast auf Augenhöhe, gab nur wenige Zähler ab. Auf der zweiten Bahn trat dann aber eine Steigerung ein und so nahm die Karlsruherin mit 463 Kegeln ihrer Kontrahentin Janine Disint, die im Folgedurchgang nicht mehr so gut zurecht kam und noch 434 Kegel erzielte, 29 Zähler ab. Auf der anderen Seite machte es Sibylle Vogt genau umgekehrt. Sie begann recht stark, schaffte es auf der zweiten Bahn mit gerademal 200 Kegel am Ende aber nur auf 436 Kegel. Elena Stenger machte mit ihren zwei fast gleichen Durchgängen und 448 Kegel wieder 12 Zähler gut für Frammersbach.
Die nächsten Paare gingen also mit 17 Kegeln Vorteil für Karlsruhe auf die Bahnen.
Hier erging es Nadine Lösch ähnlich wie zuvor auch Sibylle Vogt, dass sie sehr stark begann und mit 196 Zählern im zweiten Durchgang ihr Ergebnis auf 443 Kegel drückte, während Christin Kudjer konstant 476 Kegel erzielte. Birgit Klein brachte nach starker zweiter Bahn gute 462 Kegel zu Stande, luchste Christiane Kirsch (447 Kegel) aber nur 15 Zähler ab, was nun eine mehr als dünne Führung mit einem Kegel für die Gäste bedeutete.
Es versprach also noch ein heißer Schlussspurt zu werden. Im Duell auf den vorderen Bahnen spielten Nina Raileanu (253 Kegel) und Cecille Väthjunker (249 Kegel) fast gleichauf. In der anderen Paarung erspielte sich Manuela Özdal (230 Kegel) gegenüber Tina Hartmann (212 Kegel) einen leichten Vorteil. Entschieden war hier aber natürlich noch lange nichts. Cecille Väthjunker schraubte ihr Ergebnis auf imposante 503 Kegel hoch und spielte am Ende immerhin 20 Kegel mehr als Nina Raileanu, die es noch auf 483 Kegel brachte. Die Entscheidung allerdings fiel im anderen Kampf: Manuela Özdal legte noch einmal einen Top-Durchgang mit 259 Kegel hin und ließ Tina Hartmann am Ende mit 427 Kegel keine Chance.
Wie erhofft setzten sich die Gastgeberinnen, die weiterhin auf Platz drei rangieren, auch dank der Niederlage der Eppelheimer Frauen, nun mit vier Punkten vom Tabellenplatz fünf ab.
Olaf Berger
Germania Karlsruhe
Mehr auf Augenhöhe begegneten die Frammersbacherinnen der Germania Karlsruhe. So verschafften sich die Gastgeberinnen einen ersten leichten Vorsprung über 17 Kegel. Nicht zuletzt durch persönliche Bestleistung von Christin Kudjer (476 Kegel) egalisierten die Mainspessarterinnen diese Hypothek, so dass im dritten Drittel alles auf Anfang stand. Trotz eines großartigen Tages von Youngster Cecille Väthjuker (503 Kegel) trumpfte Karlsruhe mit einer bärenstarken Schlussachse auf, so dass diese Partie schlussendlich mit 41 Zählern an die Gastgeberinnen ging.
Tina Hartmann (KSC Frammersbach): „Bis zum Schluss war heute alles möglich gewesen. Es ist bitter, wenn du es mit in der Hand hast und kannst so gar nichts dagegen setzen.“
Astrid Herger
KV Aschaffenburg

Cecille Väthjuker und Christin Kudjer
Fotos: Astrid Herger