Karlsruhe auf dem falschem Fuß - Obernburg stellt das Bein
Nachdem Karlsruhe durch Spielverlegung am erstem Spieltag frei hatte, durfte es am vergangenen Sonntag mit einem Heimspiel in die aktuelle Saison starten. Dieser Auftakt allerdings misslang den Karlsruherinnen auf ganzer Linie. Obernburg musste in keiner Weise glänzen, um die Punkte zu sichern. Schon dem Startpaar mit Melanie Berger (423 Kegel) und der sonst so gewohnt heimstarken Sibylle Vogt (432) wollte nicht viel gelingen. Die Gäste mit Elke Matheis (445) und Ute Hock (444) zeigten nicht zwingend Höchstleistungen, holten für ihren Club aber eine Führung von 34 Kegel heraus. Die Karlsruher Hoffnungen also lagen darauf, dass ihr Mittelpaar die Partie wieder umbiegen wird. Aber auch hier boten Alexandra Plaul (422) und Nadine Lösch (439) wenig Glanzvolles, um die Damen aus Obernburg in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Silvia Fischer, die trotz Problemen im Abräumen noch 435 Kegel erzielte und Verena Hock (461) bauten die Gästeführung auf 69 Zähler aus. Gleichermaßen in der letzten Paarung setzten die Gastgeberinnen keine großen Akzente. Auch wenn Neuzugang Nina Raileanu mit 458 Kegeln zumindest ein halbwegs bundesligareifes Ergebnis zeigte, blieb Manuela Özdal mit 421 Kegeln ebenfalls weit hinter den Erwartungen. Das Obernburger Schlußpaar in Person von Bianca Schneider (454) und Julia Hock mit tollen 483 Kegeln hatte leichtes Spiel, die Führung zu verwalten und den Sieg zu sichern.
„Einziger Trost ist es, dass es nun nur noch viel besser werden kann“, meinte die resignierte Karlsruher Mannschaftsführerin Sibylle Vogt.
Olaf Berger
„Wir haben Karlsruhe heute völlig auf dem falschen Fuß erwischt“, bemerkt Betreuer Joachim Hock über einen sehr ausgeglichenen Spielverlauf. Nachdem die Startpaarung Elke Matheis (445 Kegel) und Ute Hock (444) die ersten 34 Guten für die Obernburger Gäste erzielt hatten, legte das Mittelpaar Silvia Fischer und Verena Hock (461) weitere 35 Kegel dazu. Die Schlussachse mit Bianca Schneider (454) und Julia Hock (483) tat ihr Übriges, erhöhte dieses Polster auf insgesamt 127 Kegel und brachte die Punkte ungefährdet nach Obernburg.
„Eigentlich war klar, dass wir heute durchaus hätten verlieren können. Aber Karlsruhe hat weit unter seinem eigentlichen Niveau gespielt, so dass wir Wurf um Wurf mehr Gute gemacht haben“, stellt Betreuter Joachim Hock zufrieden fest.
Astrid Herger