Frankfurt erschreckend schwach - Gerolsheim siegt souverän
Zum 20. Spieltag empfing der FTV 1860 Frankfurt die Mannen von der TuS Gerolsheim im Ravenstein-Zentrum. In einer schwachen Partie unterlag Frankfurt deutlich mit 5056:5275.
In der Startpaarung konnte die Kombination Jerko Liovic/Gerhard Jammer (805) gegen den stark startenden Jürgen Staab (894) kein Land sehen. Auch Nenad Miklausic (835) agierte zu schwach und hatte das deutliche Nachsehen gegen Gerolsheims Besten Andre Maul (917). Lediglich Torben Jammer (898) hatte Uwe Köhler (840) im Griff. Somit übergaben die FTVler ihrer Schlussachse eine Negativdifferenz von 113 Kegeln.
Konnten Mirko Coskovic, Zlatko Knezevic und Simon Thoma auf der ersten Bahn noch kurz Hoffnung aufkeimen lassen, zerschlug sich diese sogleich wieder. Mirko Coskovic (846) musste Alain Karsai (854) knapp passieren lassen. Zlatko Knezevic (789) verlor auf den letzten 100 Wurf total den Faden und hatte keine Chance gegen Jürgen Staab (879). Und auch Simon Thoma (883) hatte gegen Christian Mattern (891) leicht das Nachsehen.
Letztlich verloren die Frankfurter in allen Belangen verdient gegen TuS Gerolsheim. Nach der Osterpause empfängt der FTV mit der KSG Darmstadt die letzte Mannschaft in dieser Saison auf den Bahnen im Ravenstein-Zentrum.
Simon Thoma
FTV 1860 Frankfurt
Mit einem ungefährdeten Erfolg beim Tabellenneunten FTV Frankfurt haben die Männer des TuS Gerolsheim gezeigt, dass sie die deftige Schlappe im Spitzenspiel verdaut haben. Alle Akteure legten, wie im Vorfeld gefordert, einen konzentrierten und disziplinierten Auftritt an den Tag. Auf den schwierigen Bahnen gingen mit ordentlichen 5275:5056 die Punkte in die Pfalz.
Beim schnellen Spiel über sechs Bahnen bildeten Andre Maul, Dieter Staab und Uwe Köhler die Startachse. Trotz verhaltenem Beginn von Sportwart Köhler konnten sie sich bereits nach dem ersten Durchgang absetzen und diesen Vorsprung im weiteren Verlauf kontinuierlich ausbauen. Köhler kämpfte sich ins Spiel und zeigte ein Wechselbad aus Höhen und Tiefen. Mit 840 Kegeln musste er dem stärksten Heimakteur Torben Jammer (898) den Vortritt lassen. Maul absolvierte vier gleichmäßige Bahnen auf guten Niveau und beendete sein Spiel als Tagesbester mit 917 Kegeln. Dieter Staab begann mit 475 Kegeln stark, musste dann aber wie zuletzt etwas abreißen lassen. Trotz Verletzung biss er sich durch die letzten Würfe und erzielte 894 Kegel. Nenad Miklausic (835) und die Kombination Jerko Liovic/Gerhard Jammer (805) konnten nicht folgen. Zur Halbzeit verbuchten die Gerolsheimer somit ein Plus von 113 Kegeln.
Das Schusstrio Jürgen Staab, Alain Karsai und Christian Mattern sollte den Vorsprung ins Ziel bringen. Doch nach schwachem Beginn gingen sofort 46 Kegel verloren. Aber insbesondere Staab und Mattern legten einen Zahn zu und sorgten mit einem Zwischenspurt für die Vorentscheidung. Kapitän Mattern bewies nach der verpatzten Startbahn (191) seine aktuelle Form und beendete sein Spiel noch bei 891 Kegeln. Damit hatte er gegen Simon-Rene Thoma (883) knapp die Nase vorn. Auch Karsai konnte mit 854 Kegeln und dank einer Steigerung im zweiten Spielabschnitt seinen Kontrahenten Mirko Coskovic (846) knapp auf Distanz halten. Staab beendete sein Spiel nach zwei schwächeren und zwei guten Bahnen bei 879 Kegeln. Damit hatte er keine Probleme gegen Zlatko Knezevic (789).
Da auch die beiden anderen Spitzenteams aus Monsheim und Viernheim ihre Aufgaben gemeistert haben, ändert sich an der Tabellensituation nichts. Die Gerolsheimer müssen weiter ihre Hausaufgaben lösen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Nach der Osterpause empfangen die TuSler die Reserve von Bundesliga-Spitzenreiter Olympia Mörfelden zum letzten Heimspiel der Saison.
Christian Mattern
TuS Gerolsheim
Gerolsheim stellt den Tagesbesten: André Maul 917 Kegel
Photo: TuS Gerolsheim
