Heimerfolg bringt TuS zum Endspiel - Bittere Ausfälle für ersatzgeschwächte Olympianer
Im letzten Heimspiel der Saison gastierte die Reserve von Bundesliga-Spitzenreiter Olympia Mörfelden in Gerolsheim. Aufgrund zwei verletzungsbedingter Aufgaben von Gästespielern, die ohne Ersatz angereist waren, fiel das Ergebnis mit 5726:4639 überaus deutlich aus.
Das Spiel auf Gerolsheimer Seite eröffneten Routinier Roland Walther und Sportwart Andre Maul. Nach anfänglichen Problemen in die Vollen fand Maul zu seinem Spiel und brannte im zweiten Durchgang ein wahres Feuerwerk ab. Walther ließ sich im Gegensatz zu seinem Mitspieler nicht durch die Aufgabe von Pascal Jestädt beirren. Er beendete seine Partie nach einer kleinen Schwächephase mit zwei konstanten Bahnen bei 937 Kegeln. Maul hingegen verlor in der zweiten Spielhälfte etwas die Konzentration und Motivation. Er blieb bei 959 Kegeln hängen, hatte aber gegen Alexander Geiß (887) keine Schwierigkeiten.
Im Mittelabschnitt griffen Timo Nickel und Uwe Köhler für den TuS zur Kugel. Beide steigerten sich nach verhaltenem Beginn und zeigten dann ob der bereits entschiedenen Begegnung guten Kegelsport. Nickel erzielte dabei 954 Kegel und hatte dabei leicht das Nachsehen gegen Florian Rose (957). Sportwart Köhler zog im Gleichschritt mit und erreichte ebenfalls 954 Kegel, was gegen Florian Schulz (917) ein zusätzliches Plus bedeutete.
Dieter Staab und Christian Mattern wollten im Schlussabschnitt trotz des Spielverlaufes nochmal gute Leistungen zeigen. Staab musste sich nach zwei schwächeren und zwei guten Durchgängen mit 930 Kegeln zufrieden geben. Auch er hatte allerdings das Handicap, einen Teil der Partie ohne Gegenspieler absolvieren zu müssen, da auch Robert Nägel wegen einer Verletzung seinen Part vorzeitig beendete. Mattern hingegen zeigte drei Viertel des Spiels hervorragenden Kegelsport, verspielte aber auf der letzten Bahn das vierstellige Ergebnis. Mit 992 wurde er bester TuSler und hatte Adrian Pantis (847) jederzeit im Griff.
Dank der Schützenhilfe von Schlusslicht Grünstadt, die auf den eigenen Bahnen gegen Viernheim gewinnen konnten, rutscht Gerolsheim auf den zweiten Tabellenplatz vor. Mit einem Sieg kommenden Samstag bei Frankfurt-Bockenheim kann dieser Platz gehalten und die Teilnahme an der Relegation zur Bundesliga erspielt werden. Somit kommt es für die TuSler zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Endspiel. Den Platz an der Sonne verbunden mit dem Meistertitel sowie dem direkten Aufstieg in die erste Bundesliga konnte sich Ligaprimus Monsheim mit einem Heimerfolg vorzeitig sichern.
Christian Mattern
TuS Gerolsheim
Die ersatzgeschwächte Bundesligareserve von Olympia Mörfelden musste am vergangenen Wochenende beim Aufstiegsaspiranten der TuS Gerolsheim ans Werk, hatte jedoch nicht den Hauch einer Chance. Zudem verletzten sich gleich zwei Spieler, die ihr Spiel aufgeben mussten, so dass am Ende ein deutliches Ergebnis von 5726:4639 Kegeln zu Buche Stand.
Florian Schulz
Olympia Mörfelden

Knapp am Vierstelligen vorbei: Christian Mattern 992 Kegel
Photo: TuS Gerolsheim