Monsheim jubelt: "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey" - FTV zeigt zu wenig
Das erste von drei Heimspielen - oder auch Endspielen genannt - um die Meisterschaft ist gespielt. Hoch konzentriert gingen alle sechs Spieler unter der Führung ihres Kapitäns Gerd Böss an den Start. Zu Beginn immer ein Auge nach Viernheim gerichtet, war nach dem Startpaar klar: Gerolsheim verliert und Monsheim braucht nur noch die Heimspiele gewinnen. Manchmal kann das aber auch Auslöser zum Verkrampfen sein und gute Ergebnisse zu verspielen. Aber die Elite aus Rheinhessen wurde von der Nachricht eher beflügelt. Alle wollten der Vorgabe ihres Sportwartes Folge leisten und die 5700 Kegel überspielen.
In der Startachse waren Jonas Hudel und Daniel Krüger am Werk. Sie hatten es zu tun mit Torben Jammer und Mirko Coskovic. Beide starteten gut und konnten sich nach 100 Schub schon 97 Kegel absetzen. Krüger konnte sich in der zweiten Spielhälfte nochmals steigern und verpasste mit dem Tagesbestergebnis von 991 einen weiteren 1000er in dieser Spielrunde, Coskovic konnte diesem mit 896 Kegeln zu keiner Zeit folgen. Hudel hingegen war nicht mehr so konsequent und musste mit 920 Kegeln Jammer mit 936 Kegeln vorbei ziehen lassen.
Nun war die Mittelachse gefordert, diesen Vorsprung von 79 Kegeln weiter auszubauen, damit zu keiner Zeit mehr große Bedrängnis aufkommen konnte. Allerdings konnten Frank Breyvogel und Daniel Dietrich ihren Gästen im ersten Durchgang nur hinterher sehen, denn Nenad Miklausic und vor allem Zlatko Knezevic (261) kamen besser ins Spiel als der Gastgeber. Im weiteren Verlauf konnten sich aber beide Monsheimer steigern und ließen am Ende ihren Widersachern keine Chance, das Spiel zu drehen. Dietrich hatte mit guten 946 gegen Miclausic (881) alles im Griff und Breyvogel, der mit 951 endlich wieder eine gute Heimleistung bot, hatte gegen Knezevic, der nach der ersten tollen Bahn komplett den Faden verloren hatte und nur auf 875 Zähler kam, keine Probleme. 220 Kegel sollte die Schlussachse nun verwalten.
Die gewohnten Schlussspieler Gerd Böss und Sebastian Klonner konnten sich nur noch anhand der Vorgabe ihres Sportwartes Andreas Schork motivieren, der die 5700 sehen wollte und dazu standen noch 1900 Kegel offen. Gesagt getan: Gerd Böss spielte solide 942 Kegel und hatte gegen Simon-Rene Thoma, der es auf 927 Kegel schaffte, die Nase vorne und Sebastian Klonner, derzeit in Top Form, bot mit sehr guten 965 Kegeln gegen Frankfurts Besten Ivo Pejic (949) ein sehr anschauliches Duell, das er aber ebenfalls klar gewinnen konnte. Mit starken 5715:5464 wurde an diesem Tag alles erreicht, was vorgegeben war.
Nächste Woche kommt Rot Weiß Nauheim an den Wiesengrund, die mit Sicherheit in ihrer derzeitigen Form stärker als die Frankfurter agieren werden. Heißt: Gleiche Vorgabe, gleiches Ziel. Von Beginn an hoch konzentriert und fokussiert zu sein und mit druckvollem Spiel, dem Gegner keine Entfaltungsmöglichkeit zu geben. Mit der gewohnten Zuschauerkulisse sollte das auch wieder möglich sein.
Andreas Schork
SKC Monsheim
Zum 19. Spieltag begaben sich die Mannen rund um Mannschaftsführer Simon Thoma nach Großkarlbach zum aktuellen Aufstiegsaspirant SKC Monsheim. Auf der 4-Bahn-Anlage musste der FTV zu später Stunde eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Mirko Coskovic und Torben Jammer kamen gleich auf der ersten Bahn nicht in ihr Spiel und mussten ihre Gegenspieler ziehen lassen. Mirko Coskovic (896) hatte gegen den Tagesbesten Daniel Krüger (991) überhaupt keine Chance. Torben Jammer (936) konnte durch einen starken Schlussspurt mit 507 Kegeln Jonas Hudel (920) in Schach halten. Der Rückstand betrug nach der Startpaarungen 79 Kegel.
In der Mittelachse spielten Nenad Miklausic und der für den erkrankten Liovic in den Kader gerutschten Zlatko Knezevic. Nenad Miklausic (881) begann zwar gut, musste aber auf den letzten 100 Wurf Frank Breyvogel (951) deutlich ziehen lassen. Zlatko Knezevic (875) brannte gleich auf der ersten Bahn ein Feuerwerk mit 261 Kegeln ab, welches auch kurzzeitig Hoffnung ins Frankfurter Lager brachte - betrug der Rückstand doch nur noch 52 Kegel. Allerdings konnte er sein Tempo nicht halten und hatte in Daniel Dietrich (946) seinen Meister gefunden. Somit betrug der Rückstand für die Schlusspaarungen 220 Kegel.
Dort ging es für Ivo Pejic und Simon Thoma gegen Altmeister Sebastian Klonner und Altmeister Gerd Böss. Ivo Pejic (949) konnte mit Frankfurter Tagesbestleistung Gerd Böss (942) knapp schlagen. Simon Thoma (927) gab gegen Sebastian Klonner (965) deutlich ab.
Nach dem deutlichen Sieg mit hörte man aus dem Monsheimer Lager „Spitzenreiter, Spitzenreiter, Hey, Hey“. Die Frankfurter hingegen bleiben weiterhin teilnahmslos im Niemandsland der Tabelle. Bei noch drei ausstehenden Partien können sie inzwischen aber auch rein rechnerisch nicht mehr mit dem letzten Tabellenplatz in Verbindung gebracht werden. Am kommenden Wochenende gastiert mit der TuS Gerolsheim ein weiterer Meisterschaftsanwärter auf den Bahnen im Ravenstein-Zentrum.
Simon Thoma
FTV 1860 Frankfurt
Tagesbestleistung: Daniel Krüger 965 Kegel
Monsheim jubelt:
v.l. Frank Breyvogel, Sebastian Klonner, Gerd Böss,
Daniel Dietrich, Daniel Krüger, Daniel Strefler und Jonas Hudel
Photos: SKC Monsheim
