Haibach patzt in zweiter Halbzeit - Glanzvoller Monsheimer Sieg im Spessart
Mit einer erneut knappen Niederlage konnte der TV Haibach noch immer keine Erfolgspremiere auf den „neuen Heimbahnen“ in Goldbach feiern. Mit leichter Dominanz des Startertrios über 45 Kegel, bei dem besonders Markus Brunner (956) überzeugte, gingen die Hausherren vor dem Tabellendritten vorerst in Führung. Das Schlusstrio hatte aber auf weite Strecken das Nachsehen und hielt dem Gegendruck des SKC Monsheim nicht stand. Mit 80 Zählern zogen die Gäste vorbei und verbuchten die Punkte in ihrem Fight um die Tabellenspitze für sich.
Astrid Herger
KV Aschaffenburg
Das Spiel beim TV Haibach in Goldbach wird noch lange in den Köpfen der Monsheimer Elitekegler bleiben. Viernheim, Gerolsheim und jetzt Haibach, die Freunde und Fans vom SKC haben sich jedes Mal getoppt. „30“ Fans sind nach Aschaffenburg gereist. Das war ein absolutes Heimspiel und an Stimmung nicht zu überbieten, davon waren auch die Schuck-Schützlinge um Marco Matheis schwer beeindruckt.
Kredo vom Kapitän Gerd Böss: „ Danke an meine Mannschaft und alle mitgereisten Freunde des SKC. Das habe ich in 30 Jahren Kegelsport an Stimmung noch nicht erlebt, diese zwei Punkte haben wir vor allem dieser phänomenalen Anfeuerung zu verdanken.“
So sieht das auch der sportliche Leiter Andreas Schork: „ Es ist unglaublich, zu was ein Verein alles in der Lage ist, wenn der Zusammenhalt stimmt und jeder jedem seinen Erfolg gönnt. Einfach Wahnsinn. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft und den ganzen Verein. Hier bekommt man die Arbeit, die man ehrenamtlich leistet, doppelt zurück gezahlt. Danke an alle für die tolle Unterstützung, bei 250 zu fahrenden Kilometern war das keine Selbstverständlichkeit.“
Die Ergebnisse im ungeliebten Spiel über sechs Bahnen waren von Beginn an nicht sonderlich hochklassig, aber es lag viel Spannung im gesamten Spiel. Gleich auf der ersten Bahn verlor der SKC 40 Kegel und diese wurden drei Bahnen lang verwaltet. Daniel Krüger, der in seiner momentanen Form mit 907 einen mehr als gebrauchten Tag erwischte, Christian Schenk, der sich mit viel Kampf noch auf 886 Kegel schaffte, und auch Daniel Dietrich, der ohne die vielen kleinen Fehler viel mehr als 895 erreicht hätte, mussten gegen Steffen Matheis (866), Steffen Elbert (911) und dem starken Markus Brunner (956) 44 Kegel einbüßen.
Das zweite Monsheimer Trio hatte die schwere Aufgabe, diesen Rückstand aufzuholen. Gegen die sonst besten Haibacher Thomas Haas (945) und Marco Matheis (922) war dem im Vorfeld mit Spannung entgegen zu sehen. Aber alle drei waren zu jeder Zeit Herr der Lage und wurden von frenetischen Gesängen von ihren Anhängern nach vorne getrieben. Gerd Böss hatte mit 918 Kegeln noch das kleinste Monsheimer Ergebnis im Schlussdurchgang, damit aber Stefan Bilz mit 876 voll im Griff. Und ein gut aufgelegter Frank Breyvogel war mit 940 Kegeln Marco Matheis ebenso überlegen, wie der tagesbeste Sebastian Klonner es über Thomas Haas war. Mit seiner gewohnten Ruhe spielte er starke 965 Kegel und hinterließ einen brillanten Eindruck bei den Gästen.
Am richtigen Tag am richtigen Ort zu sein, dieses Glück hatte der SKC bei den bisher erst vier verlorenen Spielen wahrlich nicht gehabt, denn bisher hatte der Gegner immer seine besten Saisonleistungen abgerufen, die uns das Leben nicht nur schwer machten, sondern auch die Punkte kosteten. Wer weiß, vielleicht hätte Haibach ohne die Monsheimer Anhängerschaft auch einen besseren Tag erwischt.
Nun stehen drei Heimspiele auf dem Restprogramm, die Monsheim alle hoch konzentriert angehen muss, um im Grande Finale am 9. April in Darmstadt immer noch alle Karten für das Kegelmärchen in der Hand zu halten und zum ersten Mal in die erste Bundesliga aufzusteigen.
Andreas Schork
SKC Monsheim
Monsheim bleibt im Aufstiegskampf dran
(hinten v.l.n.r.) Sebastian Klonner, Daniel Krüger, Gerd Böss, Daniel Dietrich
(vorn v.l.n.r.) Christian Schenk, Daniel Strefler, Benny Völpel, Frank Breyvogel
Photo: SKC Monsheim