Friedberg weniger Licht als Schatten - Kelsterbachs überraschende Revanche
Das Heimspiel gegen die Gäste aus Kelsterbach war ein Wechselbad der Gefühle – man wusste nicht, ob man sich über die Einzelergebnisse freuen oder traurig sein sollte. Am Ende war es jedoch ein glücklicher Sieg für die Gäste und für Friedberg die Gewissheit, dass es aktuell noch an der Heimkonstanz fehlt.
In der ersten Hälfte des Spieles fand Mario Klein nicht so ganz zu seinem Spiel, konnte aber mit 843 Kegel seinem Gegner Michael Lechelt (840) in Schach halten. Stefan Pfeiffer musste sich trotz ordentlicher Leistung (867) dem tagesbesten Maximilian Seib (920) deutlich geschlagen geben. Der Dritte auf der Friedberger Seite, Holger Preuß, war seinem Gegner Frank Hoffman (845) überlegen, kam aber auf Grund eines schwachen Durchganges nicht mehr an die 900 heran und musste sich mit 885 begnügen.
Mit einem Rückstand von nur zehn Kegeln sollte das Friedberger Schlusstrio Tobias Wolf, Christian Jöckel und Daniel Duchow noch den Sieg herbeiführen. Christian Jöckels Spiel (829) war ein Auf und Ab der Ergebnisse, was sein Gegner Holger Dama (868) eiskalt ausnutzte, um sein Team nach vorne zu bringen. Tobias Wolf an seiner Seite verpasste den Start vollkommen und konnte auf den letzten beiden Bahnen mit guten Ergebnissen leider nur noch etwas Kosmetik betreiben. Trotzdem machte er gegen Richard Op De Hipt (802) einiges an Boden gut. Das beste Beispiel für die aktuell schwankenden Heimleistungen der SG Friedberg zeigt jedoch Daniel Duchow, der nach einem guten Start eine katastrophale Bahn (181) spielte, was er im Anschluss mit 261 ausglich. Trotzdem konnte er seinen Gegner Daniel Ordulj 880:874 nicht halten.
Nach dieser unglücklichen Niederlage müssen nun alle nach vorne schauen, denn sie wissen, dass sie es auf den heimischen Bahnen deutlich besser können. Vielleicht bringt das Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Bockenheim die nötige Ablenkung.
Daniel Duchow
SG Friedberg/Dorheim
Im ersten Auswärtsspiel des neuen Kalenderjahres musste Kelsterbach auf den nicht gerade als ergiebig geltenden Bahnen in Friedberg zu den Kugeln greifen. Für die Gäste ging es darum, sich etwas Luft zu verschaffen und die Niederlage aus dem Heimspiel wettzumachen. Für Friedberg lautete die Devise ebenfalls punkten, um den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Beste Voraussetzungen für ein spannendes Spiel waren gegeben und so sollte auch kommen.
Über sechs Bahnen hatten zunächst beide Teams ihre Startschwierigkeiten und egalisierten sich nahezu komplett. Einzig Maximilian Seib (920/322 A) setzte positive Glanzpunkte. Mit starker Leistung sorgte er dafür, dass die beiden eher durchwachsen Ergebnisse von Michael Lechelt (840) und Frank Hoffmann (845) nicht so sehr ins Gewicht fielen. Zur Hälfte lag Kelsterbach somit knapp mit zehn Kegeln in Führung.
Im Schlusstrio setzte sich Kelsterbach in den ersten zwei Durchgängen etwas ab, wurde aber durch eine sensationelle dritte Bahn von Friedbergs Daniel Duchow (263) fast wieder eingefangen. Hier hatten Daniel Ordulj (880), Holger Dama (868) und Richard Op de Hipt (802) alle Hände voll zu tun, den geschmolzenen Vorsprung über die Runden zu retten. Am Ende behielten sie jedoch den kühleren Kopf und das notwendige Quäntchen Glück, um solche Spiele tatsächlich zu gewinnen. Nach den letzten Kugeln war es zunächst nahezu totenstill, da man erst einmal rechnen musste, wer nun die Nase vorne hatte. Nach wenigen Augenblicken war jedoch klar, dass Kelsterbach die Revanche für die Hinspielniederlage geglückt war. Etwas überrascht, aber letztlich heilfroh, nahm Kelsterbach diese wichtigen Punkte mit nach Hause. Dank der Niederlagen der Verfolger verschafften sie sich die kaum zu hoffen gewagte, aber heiß ersehnte Luft in Richtung Tabellenende.
Frank Hoffmann
SG Kelsterbach