Kelsterbach fehlt Präzision - Gerolsheim nicht wunschlos, aber siegreich
Im ersten Spiel des neuen Kalenderjahrs stand mit dem Tabellendritten gleich ein schwerer Brocken als Gast auf den Kelsterbacher Bahnen. Bereits im Hinspiel wurde Kelsterbach im Startpaar eiskalt erwischt und auch dieses Mal legte Gerolsheim los wie die Feuerwehr. Hier konnten Martin Simon (887) und Michael Lechelt (892) aufgrund eines schwachen letzten Durchgangs einen üppigen, 133 Kegel hohen Rückstand nicht verhindern. Erst im Mittelpaar setzte Kelsterbach dem Spiel seine Akzente. Zwar blieb Richard Op De Hipt (892) nur knapp hinter seinem Kontrahenten zurück, aber Tagesbester Maximilian Seib (971/phänomenale 364 A) machte erheblich Boden gut. Trotzdem blieb eine Differenz von stattlichen 98 Kegeln. Im Schlusspaar legten die SGler vielversprechend los, obwohl Ergebnisgarant Holger Dama bereits nach elf Kugeln verletzungsbedingt gegen Norbert Schneider ausgewechselt werden musste. Die beiden erreichten nach einigem Auf und Ab nur 889 Kegel, und auch Markus Heller (904) ging gegen Ende etwas die Puste aus. Die Gäste überzeugten durch starkes Spiel in die Vollen und holten sich gegen phasenweise verunsichert und zu inkonstante Kelsterbacher leider auch im Rückspiel die begehrten Punkte.
Nun muss die SG dringend aus dem Winterschlaf erwachen und an der Präzision arbeiten, sonst hat sie beim nächsten Spiel auf den anspruchsvollen Bahnen in Friedberg ebenfalls Probleme, zu Pluspunkten zu kommen.
Frank Hoffmann
SG Kelsterbach
Zum Auftakt ins neue Kegeljahr fuhren die Männer des Gerolsheim einen souveränen Sieg in Kelsterbach ein. Das Ergebnis von 5547 Kegeln ließ zwar noch einige Wünsche offen, reichte aber gegen den Tabellensiebten aus Hessen, der mit 5435 Kegeln nicht an die Leistungen der letzten Heimspiele anknüpfen konnte.
Den Anfang für den TuS Gerolsheim machten dieses Mal Andre Maul und Roland Walther. Routinier Walther zeigte insbesondere auf den beiden mittleren Bahnen seine Klasse und wurde mit 960 Kegeln bester TuSler. Sportwart Maul spielte vier gleichmäßige Durchgänge, wodurch das Zählwerk bei guten 952 Kegeln stehen blieb. Gegen Martin Simon (887) und Michael Lechelt (892) konnte somit ein beruhigender Vorsprung von 133 Kegeln an das Mittelpaar übergeben werden. Hier rückte Holger Mayer für den verletzten Martin Rinnert ins Team. Nach drei guten Durchgängen verpatzte er die letzte Bahn, so dass er sich mit 909 Kegeln zufrieden geben musste. Damit nahm er aber Richard Op De Hipt (892) noch Einiges ab. Timo Nickel zeigte sich kämpferisch und agierte mit 919 Kegeln solide, musste aber Maximilian Seib (972) den Vortritt lassen. Den auf 98 Kegel geschrumpften Vorsprung sollten Jürgen Staab und Kapitän Christian Mattern nach Hause bringen. Doch, wie schon so oft in dieser Saison, minderte sich das Plus auf der ersten Bahn im Schlussdurchgang erheblich. Dann erhöhten die Gerolsheimer aber das Tempo und zogen wieder auf über 100 Kegel davon. Staab steigerte sich von Bahn zu Bahn und erreichte am Ende 917 Kegel. Mattern (890) ließ ob der gefallenen Entscheidung im letzten Durchgang die nötige Spannung vermissen und verspielte ein besseres Ergebnis. Gegen Markus Heller (906) und die Kombination Holger Dama/Nobert Schneider (889) spielte er dennoch einige Kegel heraus.
Mit diesem Erfolg und den Ergebnissen der anderen Spiele der 2. Bundesliga Mitte stehen die Gerolsheimer nun gemeinsam mit Viernheim und Monsheim an der Tabellenspitze. Kommende Woche gastiert der TuS bei Schlusslicht Grünstadt zum Lokalderby.
Christian Mattern
TuS Gerolsheim