KSG mit Sand im Getriebe - Kelsterbachs Punktepremiere in Darmstadt
Einen ebenso außergewöhnlichen wie unerwartet „einfachen“ Verlauf nahm die Partie bei der KSG. Normalerweise hatte Kelsterbach in Darmstadt in den vergangenen Jahren bestenfalls gute Ansätze gezeigt, aber keine Punkte entführen können. Doch diesmal gelang bereits dem Startpaar Markus Heller (914/303 A) und Frank Hoffmann (950/336 A), vom Fleck weg die Führung zu übernehmen und zu behaupten, da gegen alle Erwartungen bei den Gastgebern zu viel Sand im Getriebe steckte.
Auch das Mittelpaar traf nur zeitweise auf entsprechende Gegenwehr und konnte sich sukzessive weiter absetzen. Sowohl der gute Maximilian Seib (955/316 A), als auch der endlich ohne unnötige Nervosität aufspielende Martin Simon (939/330 A) hatten ihre Kontrahenten jederzeit im Griff. Damit schraubten sie den Vorsprung auf rekordverdächtige 77 Kegel aus Sicht der Gäste.
Im Schlusspaar sah es zunächst nach einer sicheren Sache aus, ehe Darmstadts legendärer Altmeister Kurt Messing (993/starke 346 A) zur Aufholjagd ansetzte. Im dritten Durchgang lief bei den ansonsten gut spielenden Holger Dama (951/327 A) und Daniel Ordulj (928/319 A) phasenweise nicht viel zusammen. So kamen die Gastgeber nach zwischenzeitlich 100 Kegeln Rückstand noch einmal auf etwa 30 Kegel bedrohlich nah heran. Doch auf der letzten Bahn stellten die Kelsterbacher ihre zurzeit gute Form erneut unter Beweis und holten durch eine geschlossen gute Leistung, insbesondere ins Abräumen, verdientermaßen und erstmalig seit Beitritt zur DCU die heiß begehrten Pluspunkte aus Darmstadt mit nach Hause.
Frank Hoffmann
Altmeister kann es immer noch: Kurt Messing 993
Photo: KSG Darmstadt