Pressebericht

2. Bundesliga Mitte Männer: TuS Gerolsheim 1 - KSC Frankfurt Bockenheim 1 (5761:5512)




Gerolsheim schließt zur Spitzengruppe auf - Bockenheim ungefährlich

Zum Abschluss der Hinrunde gastierte der Tabellensechste KSC Frankfurt Bockenheim in Gerolsheim. Im Vorfeld war mit einer interessanten und spannenden Partie zu rechnen, da die Gäste zuletzt mit fünf Siegen in Folge wieder in die Spur gefunden hatten. Während die Gerolsheimer eine kompakte Mannschaftsleistung darboten, enttäuschte auf Gästeseite doch der ein oder andere Akteur, so dass am Ende mit 5761:5512 ein deutlicher Heimerfolg zu Buche stand.

Wie gewohnt bildeten André Maul und Martin Rinnert die Startachse. Rinnert begann mit 275 Kegeln furios und Maul legte nach schwachem Beginn auf der zweiten Bahn 278 Kegel nach. Aber nach diesem fulminanten Zwischenspurt verlor André Maul etwas den Faden und haderte mit seinem Spiel. Er blieb bei 959 Kegeln hängen, hielt damit aber immer noch René Schrader (912) in Schach. Rinnert zeigte weiter guten Kegelsport und wurde mit 1010 Kegeln Tagesbester. Gegen Hans-Jürgen Walther (927), der lange mithielt, spielte er damit weitere Kegel heraus. Im Mittelabschnitt griffen Timo Nickel und Roland Walther für den TuS zur Kugel. Routinier Walther zog zunächst sein gewohntes Spiel auf. Durch Probleme auf der ungeliebten Bahn zwei verbaute er sich ein höheres Resultat. Mit am Ende 959 Kegeln gewann er aber nicht nur gegen Jürgen Baum (885), sondern auch das „Bruderfernduell“. Timo Nickel hatte insbesondere im Abräumen Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Er kämpfte und mit einer guten letzten Bahn erreichte er noch ordentliche 912 Kegel. Durch die bundesligauntauglichen 833 Kegel von Alexander Axthelm lagen die Gerolsheimer nun 283 Kegel in Front. Jürgen Staab und Christian Mattern wollten den Sieg nicht nur locker nach Hause fahren, sondern noch gute Ergebnisse erzielen. Staab zeigte, wie in der gesamten Runde, einen sicheren und souveränen Auftritt, womit am Ende 964 Kegel auf der Anzeigetafel standen. Gegen den besten Gästespieler Hartmut Rauch (981) bedeutete dies ein leichtes Minus. Kapitän Mattern zeigte gegen den momentan besten Spieler der Liga Torsten Depta seine aufsteigende Form und hielt lange mit. Depta hatte nach den absolvierten 200 Wurf mit 974:957 nur knapp die Nase vorn.

Mit diesem Sieg setzen sich die Gerolsheimer in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga Mitte fest. Herbstmeister ist der KC Viernheim mit zwei Punkten Vorsprung vor Haibach, Gerolsheim, Monsheim und Friedberg. Zum Jahresabschluss und Auftakt der Rückrunde empfängt der TuS Gerolsheim am kommenden Wochenende den Tabellenneunten Rot Weiß Nauheim.

Christian Mattern
TuS Gerolsheim


Nach der Siegesserie der vergangen Wochen konnten die Frankfurter selbstbewusst die Reise in die Pfalz antreten. Die ergiebige Bahnanlage ist kein Neuland, wobei der letzte Auftritt dort schon einige Jahr her war.

Diesmal rückte Sportwart René Schrader für den zuletzt nicht überzeugenden Michael Zahn in die Mannschaft. Zusammen mit Hans-Jürgen Walther sollte er die starke Startachse des TuS, André Maul und Martin Rinnert, in Schach halten. Auf den ersten drei Bahnen ging die Taktik der Hessen noch auf, aber auf der vierten Bahn zogen die beiden Gerolsheimer ungebremst davon, wobei sich André Maul (959) noch zurückhielt. Martin Rinnert zeigte tollen Kegelsport und beendete sein Spiel erfolgreich mit der Tagesbestleistung von 1010 Kegeln. Hans-Jürgen Walther mit 927 Kegeln und René Schrader, der auf 912 Kegel kam, enttäuschten nicht, aber es war zu wenig, um das Spiel offen zu gestalten.

Die Entscheidung fiel im Mittelpaar. Alexander Axthelm fand nie zu seinem Spiel und musste mit enttäuschenden 833 Kegeln seinen Gegner Timo Nickel mit 912 Kegeln deutlich ziehen lassen. Jürgen Baum (885) hatte ebenso seine Last und keine Chance gegen Roland Walther, der mit 959 Kegeln gleichzeitig auch das Duell gegen seinen jüngeren Bruder Hans-Jürgen Walther gewann.

Somit betrug der Rückstand für die Frankfurter 283 Kegel und das Spiel war für den KSC nicht mehr zu gewinnen. Trotzdem zeigten sowohl Torsten Depta mit guten 974 Kegeln und Hartmut Rauch, der furios mit einer 279er Bahn startete und das Zählwerk bei starken 981 Kegel stehen ließ, dass sie zu den stärksten Schlusspaaren der Liga gehören. Zwar zeigten auf Seiten der Pfälzer noch Jürgen Staab (964) und Christian Mattern (957) ebenfalls guten Kegelsport, mussten aber als einzige Spieler des TuS ihre Gegner knapp ziehen lassen.

Am Ende hatten die Kegler der Weinbaugemeinde 249 Kegel mehr erzielt und die tolle Serie des KSC ist gerissen, aber schon nächste Woche haben die Hessen beim Tabellenschlusslicht KV Grünstadt die Chance, eine neue Serie zu starten. Allerdings ist dann eine geschlossen gute Mannschaftsleistung nötig, um dort zu punkten.

Hartmut Rauch
KSC Frankfurt Bockenheim

"Tausender des Tages": Martin Rinnert 1010
Photo: TuS Gerolsheim


Ergebnisse TuS Gerolsheim 1:
Martin Rinnert 1010, André Maul 959, Timo Nickel 912, Roland Walther 959,
Christian Mattern 957, Jürgen Staab 964

Ergebnisse KSC Frankfurt Bockenheim 1:
Hans-Jürgen Walther 927, René Schrader 912, Alexander Axthelm 833, Jürgen Baum 885,
Torsten Depta 974, Hartmut Rauch 981

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