Olympia unausgeglichen - Gerolsheim nutzt die Gunst der Stunde
Die Zweite von Olympia musste erneut eine herbe Niederlage einstecken. Sie verlor das Heimspiel gegen TuS Gerolsheim knapp mit 5673:5707 Kegeln auf Grund einer unausgeglichenen Mannschaftsleistung. Bester Spieler war Dieter Nielsen mit hervorragenden 1034 Kegeln. Den Auftakt machten Sascha Wetzel, Dieter Nielsen und Robert Nägel. Wetzel erspielte starke 989 Kegel gegen Timo Nickel (946). Nielsen machte einiges an Boden gut mit 1034 Kegeln gegen Christian Mattern (942). Nägel zeigte ebenfalls ein gutes Spiel und erreichte 954 Kegel gegen André Maul (995). Der Schlussachse gelang es leider nicht, den erarbeiteten Vorsprung des Starttrios zu halten. Es spielten Pascal Jestädt 974 Kegel gegen Jürgen Staab (1026), Florian Schulz 851 Kegel gegen Martin Rinnert (891) und die Auswechselkombination Florian Rose/Christian Vonhof 871 Kegel gegen Roland Walther (909).
Florian Schulz
Olympia Mörfelden
Bei der Bundesligareserve von Mörfelden feierte der TuS Gerolsheim einen ebenso knappen wie wichtigen Sieg. Die TuS-Männer zeigten dabei eine tolle kämpferische Leistung und entführten die Punkte in die Pfalz.
Über sechs Bahnen bildete Andre Maul mit den neu ins Team gerutschten Timo Nickel und Christian Mattern die Startachse. Auf der Seite von Mörfelden kam neben Robert Nägel und Sascha Wetzel mit Dieter Nielsen auch ein Stammspieler der ersten Mannschaft zum Einsatz. Daher lautete die Marschroute für die ersten drei Starter, in Schlagdistanz zu bleiben. Während die beiden „Neuen“ gut in die Partie fanden, lief Sportwart Andre Maul zunächst der Musik etwas hinterher. Auf den letzten 100 Wurf zeigte er seine ganze Klasse und schraubte sein Ergebnis noch auf gute 993 Kegel. Somit hatte er Nägel klar Griff. Sowohl Timo Nickel als auch Christian Mattern hatten in der zweiten Spielhälfte jeweils eine schwächere Bahn zu verzeichnen. Nickel hatte mit ordentlichen 946 Kegeln gegen Wetzel das Nachsehen. Dieter Nielsen zeigte mit 1034 Kegeln sein Können und verwies Kapitän Mattern deutlich in die Schranken. Das Schlusstrio wurde daher mit einem deutlichen Rückstand von 96 Kegeln auf die Bahn geschickt. Die routinierten Roland Walther, Jürgen Staab und Martin Rinnert sollten das Blatt zu Gunsten des TuS wenden. Speziell Walther und Rinnert legten im Vollespiel sofort los wie die Feuerwehr, mussten aber im Abräumen etwas Federn lassen. Dennoch konnte das Minus bereits auf der ersten Bahn halbiert werden. Dann schlug die Stunde von Jürgen Staab. Er bot tollen Kegelsport und sorgte mit zwei 270er-Bahnen dafür, dass die Männer aus der Pfalz an den Hessen vorbeizogen. Am Ende blieb Staabs Zählwerk bei hervorragenden 1026 Kegeln stehen, wodurch er gegen Pascal Jestädt einiges aufholte. Martin Rinnert und Roland Walther hingegen kämpften mit sich und den Bahnen. Rinnert blieb bei 891 Kegeln hängen, hatte damit aber noch Florian Schulz im Griff. Walther spielte mit 909 Kegeln solide und holte gegen die Kombination Florian Schulz/Christian Vonhof noch einige Kegel heraus. Nachdem das Spiel auf der zweiten Bahn im Schlussabschnitt gekippt war, gaben die TuSler den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.
Mit dem Sieg und durch Niederlagen von Haibach und Monsheim ist die Tabellenspitze wieder etwas enger zusammen gerückt. Mit zwei Punkten Rückstand auf die Mannschaften aus Haibach, Viernheim und Friedberg steht der TuS Gerolsheim (14:6) punktgleich mit Monsheim auf Platz vier der 2. Bundesliga Mitte.
Kapitän Christian Mattern: „Mit der unnötigen Niederlage aus der Vorwoche im Hinterkopf und der Verstärkung von Olympia war es absehbar, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mannschaft funktioniert. Die Neuen erwiesen sich nicht als vermeintliches Risiko, sondern haben sich gut eingefügt. Top-Ergebnisse haben die Schwächeren kompensiert. Speziell für Jürgen Staab, der bislang eine Bombenrunde spielt, freut mich der 1000er.“
Aus dem knapp gewonnenen Spiel für den TuS Gerolsheim wurde am grünen Tisch ein deutliches Ergebnis von 5707:4639 Kegeln. Aufgrund eines Regelverstoßes seitens Mörfelden ist das Resultat von Dieter Nielsen (1034), welches an diesem Spieltag den Ligabestwert darstellte, annulliert worden. Dennoch kann es für die TuSler vor allem im Hinblick auf die Moral und das Selbstvertrauen wertvoll sein, das Spiel mit einer tollen Aufholjagd auch auf sportlichem Weg für sich entschieden zu haben.
Christian Mattern
TuS Gerolsheim
Bewies seine Top-Form: Jürgen Staab 1026
Photo: TuS Gerolsheim