Kelsterbach beweist Durchsetzungsvermögen - Monsheimer Serie reißt nach sechs Siegen
Wie schon so oft gegen Monsheim stellten die SG Herren auch dieses Mal ihre Qualitäten zu rechten Zeit unter Beweis, waren sie doch im Zugzwang, endlich wieder Pluspunkte einzufahren. Bereits im Startpaar zeichnete sich jedoch ab, dass es ein sehr spannendes Spiel werden würde, denn trotz guter Leistungen von Maximilian Seib (967/331 A) und Daniel Ordulj (924/323 A) konnten die Hausherren gerade einmal einen knappe 15-Kegel-Vorsprung erzielen.
In der Mittelpaarung lieferten der gute Martin Simon (942/316 A) und Frank Hoffmann (921/316 A) zum Teil etwas durchwachsene Kost ab, weshalb eine mögliche höhere Distanzierung leider ausblieb. Stattdessen machten die Gäste sogar sieben Kegel gut. Doch auch die Gäste hatten ihre Schwächephasen, so dass am Ende beiden Seiten mit dem Spielstand zufrieden sein mussten.
Selbst in der Schlusspaarung blieb es lange sehr ausgeglichen. Erst als die guten Markus Heller (969/345 A) und der zunächst schlecht gestartete Holger Dama (952/340 A) im dritten Gang im Abräumen richtig Gas gaben, konnten sie sich einen leichten Vorsprung von 38 Kegeln herausarbeiten. Zwar warfen auch die Gäste im letzten Durchgang noch einmal alles in die Waagschale, aber im Abräumen gelang Kelsterbach einfach mehr. So stand am Ende eine vergleichsweise große Differenz, die den Spielverlauf jedoch nicht ganz widerzugeben vermochte und Kelsterbach zwei wichtige Pluspunkte bescherte.
Frank Hoffmann
SG Kelsterbach
5675:5613 hieß es am Ende des 10.Spieltages in Kelsterbach. Eigentlich fährt die Böss-Truppe gerne ins hessische Kelsterbach, weil ihnen die schöne Anlage liegt. Gleichzeitig fahren die Monsheimer auch lieber mit zwei Punkten nach Hause, anstatt nur gut zu spielen und oft dort leer auszugehen. Hierzu sei gesagt, dass Monsheim seit drei Jahren dort Ergebnisse um 5600 Kegel spielt und alle anderen Mannschaften mit diesen Ergebnissen dort immer gewannen. In über vier Jahren spielte Kesterbach nur zweimal über 5600. Das war im Vorjahr 5706 und heute 5675 - immer hieß der Gegner: „Monsheim“. Angesichts dessen ist diese Niederlage natürlich sehr ärgerlich.
Zum Spielverlauf sei gesagt, dass es bis 50 Wurf vor Schluss eine ungemein spannende Bundesligapartie war. Anerkennenswert war an diesem Tag die Abräumleistung der Hessen, die klar entscheidend für ihren Sieg war. Frank Breyvogel und Daniel Strefler eröffnete gegen Daniel Ordulj und Maximilian Seib. Die 15 Kegel Rückstand konnte die Mittelachse mit Daniel Krüger und Sebastian Klonner gegen Martin Simon und Frank Hoffmann auf sieben verkürzen. Und auch das dritte Monsheimer Spielpärchen Gerd Böss und Jonas Hudel konnte zwar den Kelsterbachern in die Vollen noch einige Kegel abnehmen, doch die gut aufgelegten Holger Dama und vor allem der Tagesbeste Marcus Heller waren im Abräumspiel an diesem Tag einfach besser, was zum Schluss entscheidend für die bittere Niederlage war.
Nun heißt es für die Böss-Schützlinge, diese Niederlage schnell zu verarbeiten und abzuhaken. Das letzte Vorrundenspiel gegen die befreundeten Darmstädter sowie das erste Rückrundenspiel gegen den Tabellennachbarn aus Friedberg dürfen die Monsheimer endlich wieder zuhause bestreiten. Sollten sie beide Spiele gewinnen, besteht die Möglichkeit auf einen der vorderen Tabellenplätze. Zurzeit belegt Monsheim punktgleich mit Gerolsheim den vierten Tabellenplatz.
Andreas Schork
SKC Monsheim