Kelsterbach mit dürftigen Leistungen Bockenheim klar unterlegen
Im vorletzten Heimspiel des Jahres konnten sich die Kegler des KSC Frankfurt Bockenheim im Endeffekt sicher mit 5622:5445 gegen die SG Kelsterbach durchsetzen und blieben damit im vierten Spiel in Folge siegreich.
Zum ersten Mal in dieser Saison musste Sportwart René Schrader die Mannschaft nicht verändern und konnte auf die zuletzt siegreiche Formation zurückgreifen. Im Gegensatz zu den letzten Spielen, konnten die Frankfurter gleich das Spielgeschehen bestimmen. Dass am Ende des Starttrios wenigstens 60 Kegel Vorsprung auf der Anzeige standen, war allerdings in erster Linie Walther mit starken 965 Kegel gegen Seib, der es auf 912 Kegel brachte, und Jürgen Baum, welcher seine gute Form mit tollen 963 Kegel gegen Hoffmann mit 909 Kegel bestätigte, zu verdanken. Mauthe erwischte zwar einen guten Start, verlor aber immer mehr den Faden und musste sich mit mageren 839 Kegeln begnügen. Damit gab er gegen Simon einiges ab und verhinderte somit einen höheren Vorsprung für die Schlussachse.
Nun lag es an Torsten Depta, Michael Zahn und Hartmut Rauch gegen Markus Heller, Richard Op de Hipt und Holger Dama, den Vorsprung sicher ins Ziel zu bringen. Allerdings brannten die Kelsterbacher gleich ein Feuerwerk ab und kamen immer näher ran. Die KSCler behielten aber die Nerven und bauten sogar auf den letzten beiden Bahnen den Vorsprung deutlich aus, so dass bei Spielende ein Plus von 177 Kegel standen. Einmal mehr alles überragender Spieler war Depta mit sehr guten 997 Kegeln. Sein Gegenüber Heller war mit 942 Kegeln bester Gästespieler. Zahn zeigte viel Biss in seinem Spiel, machte mit 902 Kegeln ein gutes Spiel und hatte seinen Gegner Op de Hipt, der sein Spiel mit 896 beendete, im Griff. Rauch musste Dama zunächst ziehen lassen, wurde aber immer stärker und kam auf gute 956 Kegel. Damit konnte auch er gegen den ehemaligen Bahnrekordhalter der Bockenheim-Arena einen Vorsprung herausspielen, weil sich dieser am Ende mit 900 Kegeln begnügen musste.
Zum ersten Mal nach dem ersten Spieltag ist das Punktekonto wieder positiv und durch den umstrittenen Spielplan der DCU mit drei Heimspielen in Folge war dieser Erfolg enorm wichtig, um sich weiterhin ein Polster zuzulegen, bevor es nach dem nächsten Heimspiel gegen Rot-Weiß Nauheim zu zwei Auswärtsspielen in die Pfalz gegen Gerolsheim und Grünstadt geht.
Hartmut Rauch
KSC Frankfurt Bockenheim
Im Main-Derby bei den Tabellennachbarn aus Frankfurt zeigte sich Kelsterbach erneut von seiner wechselhaften, beinahe launischen Seite. In Summe hatten die SGler einen der schlechteren Tage erwischt, an dem sie viele Chancen unnötig vergaben und sich eine unerklärliche Unsicherheit offenbarte. Das zeigte sich bereits im Starttrio mit Maximilian Seib (912/309 A), Frank Hoffmann (909) und Martin Simon (886). Trotz eines Patzers der Gastgeber gaben sie schon 60 Kegel ab, weil sie erst spät oder gar nicht an die hervorragenden Leistungen der Vorwochen anknüpfen konnten.
Doch auch im Schlusstrio setzte sich dieser Trend fort, in dem jeder mindestens einen indiskutablen Durchgang ablieferte. Das nutzten die Gastgeber eiskalt aus. So reihten sich Markus Heller (942/314 A), Richard Op de Hipt (896) und Holger Dama (900/320 A) beinahe nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung ein. Im Ergebnis fiel diese insbesondere im Abräumen eindeutig zu schwach aus und ließ oftmals das Zweitliganiveau vermissen.
„Es ist unfassbar“, resümierte Holger Dama, sonst ein Garant für gute Leistungen, der selbst nach starken 490 Kegeln in den ersten 100 Wurf nur noch magere 410 Kegel nachlegte. Zwar spiegelte die hohe Differenz den lange sehr spannenden Verlauf in keiner Weise wieder, aber mit erheblich zu vielen Fehlwürfen und nur selten einmal sauber geräumten Bildern konnte Kelsterbach die Frankfurter verständlicherweise nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen.
Frank Hoffmann
SG Kelsterbach