Olympia setzt sich hauchdünn durch - Kelsterbach ohne Glück
Für die zweite Mannschaft der Olympianer galt es, sich im Derby gegen die SG Kelsterbach zu behaupten. In einem wahren Kegel-Krimi, der erst mit den letzten zehn Kugeln zu Gunsten der Olympianer entschieden werden konnte, setzten sich die Mannen um Mannschaftsführer Robert Nägel mit 5699:5678 hauchdünn durch. Tagesbester wurde Jürgen Fleischer, der 1019 Kegel zum Erfolg beitrug.
Florian Rose machte mit 930 Kegeln ein solides Spiel, musste seinen Gegenpart Daniel Ordulj (998) jedoch ziehen lassen. Sascha Wetzel erwischte keinen guten Tag und verlor sein Duell mit Frank Hoffmann (925). Robert Nägel dagegen machte ein gutes Spiel, erspielte hervorragende 1009 Kegel gegen Richard Op De Hipt (910) und hielt die Bundesligareserve somit auf Augenhöhe.
Mit einer Führung von gerade acht Kegeln erwischte Alexander Geiß einen rabenschwarzen Tag und musste Adrian Pantis weichen. Die Kombination kämpfte sich auf 882 Kegel, verlor damit jedoch deutlich gegen Markus Heller (984). Die beiden verbliebenen Olympianer warfen alles in die Waagschale und konnten dank einer ausgedehnten Neunerserie kurz vor Schluss noch einmal das Ruder rumreißen. Dabei erzielte Florian Schulz 957 Kegel gegen Markus Plitt (909). Der Tagesbeste Fleischer steuerte gegen Maximilian Seib (952) starke 1019 Kegel zum Sieg bei.
Florian Schulz
Olympia Mörfelden
Im Derby gegen Mörfelden standen die Zeichen schon immer auf einem besonderen Duell, bei dem sich im Vornherein noch nie jemand über den Ausgang sicher sein konnte. Krankheits- und urlaubsbedingt auf zwei Positionen verändert ging Kelsterbach in die Partie gegen die Hausherren der anderen Flughafenseite, die ihrerseits zwei Verstärkungen aus der Ersten vorzuweisen hatten. Über sechs Bahnen lieferten sich die Akteure einen Fight auf Augenhöhe, denn keine der beiden Mannschaften vermochte sich ernsthaft abzusetzen. Als „Ersatzmann“ präsentierte sich Daniel Ordulj wie zuletzt in blendender Verfassung und stellte seine persönliche Bestleistung ein. Dementgegen begannen Richard Op de Hipt und Frank Hoffmann mit deutlich Sand im Getriebe und kamen erst später zu einer ergiebigeren Linie. So blieb die Partie aber auch spannend wie selten zuvor.
Im Schlusstrio starteten die Kelsterbacher recht ansehnlich und drehten den knappen Rückstand in eine leichte Führung. Auch auf der nächsten Bahn hielt dieser Trend zunächst noch an, bis die Gastgeber ihrerseits scheinbar „erwachten“ und nun wieder heran kamen. Doch selbst auf der letzten Bahn konnten sich die SG’ler bis zum 35. Wurf noch mit circa 50 Kegeln absetzen, ehe Mörfelden, insbesondere durch ihren Ausnahmespieler Jürgen Fleischer (phantastische 280/113 A auf der letzten Bahn) das Ruder im letzten Moment herumreißen konnten. Hier konnten der gute Markus Heller, Maximilian Seib sowie Markus Plitt diese Ausnahmeleistung nur fassungslos etwas zähneknirschend anerkennen. Hatten sie doch den Erfolg in so greifbarerer Nähe gewähnt. Kurioserweise mit dem besseren Abräumergebnis ging Kelsterbach am Ende leer aus und muss sich nun neu aufbauen, um dann nächste Woche zuhause gegen den FTV Frankfurt die erforderlichen Pluspunkte zu erringen.
Frank Hoffmann
SG Kelsterbach