Gerolsheim scheitert an Haibacher Festung - Haibachs Weste bleibt weiterhin unbefleckt
Erneut eher ungefährdet fährt der TV Haibach die nächsten Punkte zur weiteren zu-Null-Tabellenführung ein. Auch wenn nach der Startachse noch 60 Miese auf dem Totalisator standen, so hatte schon die Mittelachse wenig Mühe, diese auszugleichen; allen voran Thomas Haas mit neuer persönlicher Bestleistung von 1045 Kegeln. Mit richtungsweisend war sicherlich der Ausfall auf Gerolsheimer Seite von 882 Kegeln, so dass die Gäste keinerlei Chance mehr hatten, den 120 Guten der Hausherren zu diesem Zeitpunkt noch gefährlich zu werden. Die Schlussachse tat ihr Übriges und erhöhte auf insgesamt 168 Gute und die Punkte bleiben erneut in Haibach.
Astrid Herger
Nach der Derbyniederlage gegen Monsheim hatten die Männer des TuS Gerolsheim auch beim Spitzenreiter TV Haibach das Nachsehen.
Auf den holzträchtigen Plattenbahnen in Unterfranken hatten Martin Rinnert und André Maul im Startpaar die Aufgabe, eine gute Ausgangsposition für ihre Kollegen zu erspielen. Martin Rinnert hatte mit 977 Kegeln gegenüber Steffen Matheis (960) knapp die Nase vorn, wobei er die zweite Bahn (195) komplett verschlief und dadurch einige Kegel liegen blieben. Sportwart André Maul zeigte mit 964 Kegeln ebenfalls ein gutes Spiel und hielt damit Frank Sauer (921) in Schach. Zwar wurde wie in Monsheim ein solider Vorsprung (60 Kegel) herausgespielt, aber es wäre durchaus mehr drin gewesen. Eine weitere Parallele zum letzten Auswärtsspiel war das gnadenlose Ausnutzen der Gerolsheimer Schwächen im Mittelpaar. Jürgen Staab (981), der souverän seinen Part herunter spielte und speziell im Abräumen (386) überzeugen konnte, musste trotzdem den Haibacher Kapitän Thomas Haas (1045, neue persönliche Bestleistung) deutlich ziehen lassen. Timo Nickel fand zunächst nicht so recht ins Spiel und verletzte sich dann auch noch auf der zweiten Bahn. Gemeinsam mit seinem Vater Jürgen Nickel erzielte er 882 Kegel. Markus Brunner auf Seiten der Gastgeber nutzte dies mit 998 Kegeln konsequent aus. Für das Schlusspaar stand damit eine Hypothek von 120 Kegeln zu Buche. Die ersten Angriffe von Dieter Staab und Christian Mattern konnten die Haibacher ohne Probleme abwehren und so plätscherte das Spiel bis zum Ende dahin. Der gut gestartete Christian Mattern brachte erneut nur magere 920 Kegel auf die Anzeigetafel. Er verlor damit weitere Kegel gegen Marco Matheis (957). Jürgen Staab zeigte wie gewohnt ein solides Spiel und beendete dieses mit 956 Kegeln. Damit lag er in direkter Schlagdistanz zu Steffen Elbert (967).
Nach der Niederlage rutschen die Gerolsheimer auf den 5. Platz der 2. Bundesliga Mitte ab, bleiben aber in unmittelbarer Reichweite zum Relegationsplatz. In der nächsten Woche sollte im Heimspiel gegen die auswärts noch sieglose KSG Darmstadt wieder in die Erfolgsspur zurück gefunden werden.
Christian Mattern: „Am Ende fiel die zweite Saisonniederlage doch deutlicher als erwartet aus. 100 bis 120 Kegel mehr wären heute ohne Weiteres möglich gewesen, aber auch damit hätte man die Niederlage nicht abwenden können. Mit diesen Leistungen sind die Haibacher nun Topfavorit für den Aufstieg. Wir müssen schauen, dass wir die insgeheim eingeplanten Niederlagen gut wegstecken und in den kommenden Spielen in Tuchfühlung zu den ersten beiden Plätzen bleiben.“
Christian Mattern
Neue persönliche Bestleistung für Mannschaftskapitän Thomas Haas
Photo: Thorsten Maidhof
