Mit einen schwachen Gesamtergebnis konnte man Langensalza bezwingen. Bei den Berchern gelang, wie schon bei vielen Heimspielen, so gut wie nichts. Das einzig Positive war, das es bis zum Schluss ein sehr spannendes Spiel war. Lediglich Rainer Greif (937) und Gerhard Sterker(895) konnten sich ein gutes Ergebnis erspielen. Der Rest der Mannschaft war an diesen Tag nicht bei der Sache.
Rainer Greif (7 mit Eck Bergrheinfeld)
Auch wenn die als Absteiger feststehenden Bergrheinfelder am Ende der Saison die Bundesliga wieder verlassen müssen, werden sie Bad Langensalzas Kegler in guter Erinnerung behalten. Dafür sorgten die Männer vom ThSV „Drei Türme“ mit ihrer ebenso knappen wie überflüssigen Niederlage höchstpersönlich. Schließlich gewannen die Kegler aus dem Kreis Schweinfurt 4 ihrer 6 Punkte gegen die Kurstädter – ein Umstand, auf den zumindest die Thüringer wenig stolz sein dürften.
Wie schwer es auf der DJK-Keller Anlage in Schweinfurt ist, gute Ergebnisse zu erzielen, war den Gästen vor Beginn der Begegnung bereits bekannt. Dennoch schüttelten Holger Kröber und Udo Wasewitz als Bad Langensalzas Anfangsstarter immer wieder enttäuscht die Köpfe, wenn nahezu ideal gespielte Gassenkugeln nur 5 oder maximal 6 Kegel zu Fall brachten und nur mit äußerster Anstrengung Zwischenergebnisse erreicht wurden, die auf anderen Bahnen die Untergrenze des Anspruchsniveaus innerhalb einer Kegel-Bundesliga markieren. Andererseits spricht es für den unlängst seine 300. Bundesligapartie absolvierenden Wasewitz, dass er sich von den Verhältnissen auf der mit erheblichen Defiziten in puncto Bahnpflege behafteten Anlage nicht entmutigen ließ und der Tagesbestleistung des einheimischen Rainer Greif (937) stolze 924 Kegel entgegensetzten. Holger Kröber tat sich da schon etwas schwerer und war schließlich froh, noch 876 Zähler in die Wertung bringen zu können (Dirk Becher 875).
Die 14 Kegel Rückstand, mit denen das ThSV-Mittelpaar ins Rennen geschickt wurde, konnten David Rimbach (860) und Uwe Freitag (845) im Verlauf ihrer vier 50-Wurf-Serien vorübergehend in 40 „Gute“ verwandeln. Zu diesem Zeitpunkt erwies sich auf Seiten der Gastgeber die Auswechslung von Bastian Greif (409) als goldrichtig, denn Nachfolger Jürgen Becher (447) trug gemeinsam mit Harald Becher (826) seinen Teil dazu bei, dass vom „Drei Türme“-Vorsprung vor dem letzten Wechsel nur 12 Zähler übrig blieben.
Eine solch minimale Differenz zu verteidigen, ist taktisch schlicht unmöglich. Also versuchten Rinaldo Schaller und Heiko Zenker ihr Bestes, um möglichst lange in Schlagdistanz ihrer Kontrahenten zu bleiben – angesichts der Endresultate von 821 bzw. 896 Kegel mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Zwar bewies der Totalisator mit den Gesamtzwischenständen, dass stets nur wenige Kegel die Thüringer von Gerhard Sterker (895) und Maximilian Graf (858, beide Bergrheinfeld) trennten. Doch letztendlich erwiesen sich Rinaldo Schallers Unzulänglichkeiten beim Abräumen als spielentscheidendes Manko an diesem Tag. Besonders bitter, weil die Spielausgänge der anderen Partien dieses 20.Spieltages dem ThSV gestattet hätten, gleich 2 Plätze innerhalb der Tabelle gut zu machen.
Rinaldo Schaller (ThSV „Drei Türme“ Bad Langensalza)