Pressebericht

2. Bundesliga Nord Männer: ThSV Langensalza 1 - Ohrdrufer KSV 1 (5542:5205)




Neuer Bahnrekrod und Sieg

Bad Langensalzas Kegelsportfreunde können aufatmen. Mit einem ungefährdeten 5542:5205 Heimsieg gegen die ersatzgeschwächt angereisten Ohrdrufer ist der Klassenerhalt gesichert, kann Schlusslicht Bergrheinfeld 2 Spieltage vor Saisonende auch rechnerisch nicht mehr an den Kurstädtern vorbei ziehen.

Die Gastgeber konnten es dem OKSV nachempfinden, wie es ist, mit einer Verlegenheitstruppe antreten zu müssen und am Ende deutlich unter Wert geschlagen zu werden. Wobei Ohrdrufs Personalproblem durch die Doppelbelastung im DKBC- sowie DCU-Wettbewerb zum Teil hausgemacht ist und nicht wirklich überraschend kommt. So gesehen standen die Vorzeichen für einen ThSV-Erfolg günstig wie lange nicht vor Beginn der Partie. Und es gab einen Akteur an diesem Tag, der die Gunst der Stunde zu nutzen verstand, der seinen Sport zelebrierte und den Zuschauern eine Show der ganz besonderen Art bot. Und der wieder einmal den Beweis erbrachte, dass beim Kegeln die Uhren etwas anders ticken, die besondere Mischung aus körperlicher Fitness und einer ordentlichen Portion Erfahrung den Leistungszenit in Altersbereiche verschieben kann, in denen man in anderen Sportarten allenfalls in separaten Altersklassen noch konkurrenzfähig ist. Udo Wasewitz brauchte nicht lange, um in den Wettkampf hineinzufinden. Danach purzelten die Rekorde. Mit 5 Neunern in Folge gelang ihm zum Auftakt eine 283er Serie, aus der die 126 Abräumer noch herausragten. Nach dem nächsten Wechsel stand fest, dass Daniel Aubelj (VKC Eppelheim) seinen 100 Wurf Bahnrekord von 532 verloren hatte. Die neue Bestmarke: 552 Holz. Auf seiner 3.Bahn gönnte sich der gebürtige Neunheilinger mit 246 eine kurze „Verschnaufpause“, nur um zum Abschluss nochmals 271 nachzulegen und sich dann kurzzeitig über 2 Fehlwürfe zu ärgern. Doch auch so liegt der neue 200 Wurf Bahnrekord bei glänzenden 1069 Kegel. Womit die Begegnung praktisch entschieden war. Wohl wehrte sich der erfahrene Teil der Gästemannschaft, bestehend aus Uwe Leyhe (984), Stefan Trutschel (916) und Jörg Arcularius (860) vehement gegen ein mögliches Desaster, doch sowohl Heiko Zenker (950) als auch Uwe Freitag (892) hielten erfolgreich dagegen.

Mit 150 „Guten“ im Rücken durften Bad Langensalzas Schlussstarter zumindest in dieser Spielserie nicht allzu häufig ins Rennen gehen. Für „Mister zuverlässig“ Holger Kröber (955) kein Problem, dagegen vermissten David Rimbach (866) und das Duo Marcus Elstner/Rinaldo Schaller im weiteren Verlauf der Partie zunehmend ihre Orientierungsmarken. Dem Ohrdrufer Schlussterzett Christoph Ullrich, Patrick Niebergall und Tobias Horn merkte man seine Unerfahrenheit an; alle drei vermochten nicht mehr, dieser Traditionsbegegnung neue Impulse zu geben.

„Da muss ich erst so alt werden, um das noch erleben zu dürfen!“ Die Aussage von Udo Wasewitz, der seinen 50.Geburtstag vor noch nicht gar zu langer Zeit feiern durfte, mag als Satz des Tages gelten. Schön wäre es, wenn er auch für die restlichen Spiele des ThSV einschließlich des Pokalwettbewerbs gelten würde.

Rinaldo S c h a l l e r (Bad Langensalza)


Ergebnisse ThSV Langensalza 1:
Uwe Freitag 892, Udo Wasewitz 1069, Heiko Zenker 950, Holger Kröber 955,
David Rimbach 866, Marcus Elstner 182, Rinaldo Schaller 628

Ergebnisse Ohrdrufer KSV 1:
Uwe Leyhe 984, Stefan Trutschel 916, Jörg Arcularius 860, Christoph Ullrich 816,
Patrick Niebergall 819, Tobias Horn 810

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