Pflichtsieg im letzen Heimspiel - Lauschaer mit makelloser Heimbilanz
Die Glasbläserstädter wollten zum letzten Heimspiel der Saison ihren Fans noch einmal eine ordentliche Leistung bieten. Dies ist mit dem deutlichen Sieg gegen den ThSV Bad Langensalza auch geglückt. Bereits im Startdurchgang machte der Gastgeber Nägel mit Köpfen. Frank Fichtmüller (955 Kegel) und Michael Müller (936 Kegel) schöpften ihr Potential voll aus. Für den noch nicht hundertprozentig genesenen Marcus Elstner (861 Kegel) kam der Einsatz auf der schwer bespielbaren Anlage in Steinach wohl zu früh. Udo Wasewitz (894 Kegel) hatte am diesen Tag auch nicht das Fallglück auf seiner Seite. Die Südthüringer gingen mit 136 Zählern in Führung.
Im Mittelpaar spielten Jan Fichtmüller (864 Kegel) und Danny Zitzmann (875 Kegel) zu wechselhaft. Dies nutzten Holger Kröber (893 Kegel) und David Rimbach (914 Kegel) aus. Die Lauschaer Führung war auf die Hälfte zusammengeschmolzen.
Im dritten Durchgang vertrat Rico Leipold-Büttner (901 Kegel) erneut Felix Jenrich. Nach verhaltenem Beginn steigerte er sich beachtlich und hielt dadurch Heiko Zenker (886 Kegel) auf Distanz. Randy Neubauer (926 Kegel) hatte gegen Rinaldo Schaller (871 Kegel) ebenfalls das Heft fest in der Hand und der zehnte Heimsieg war unter Dach und Fach. Ein Kuriosum hatte die Partie zu bieten. Die Gäste erspielten bei den Vollen 52 Kegel mehr als der Gastgeber. Nach der Pflicht folgt nun die Kür mit drei Auswärtspartien in Folge.
Stimmen zum Spiel
Randy Neubauer - Spielführer SV Lauscha: Mit dem zehnten Heimsieg haben wir das Optimum geschafft. Auf diese Leistung sind wir stolz. Wir würden aber auch auswärts gerne noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.
Frank Fichtmüller - SV Lauscha
Mit Anstand aus der Affäre zogen sich Bad Langensalzas Zweitligakegler am 18.Spieltag der sich allmählich dem Ende zuneigenden Saison. Beim Tabellenzweiten Lauscha gab es eine nicht ganz unerwartete Niederlage, ein Debakel indes wurde es nicht.
Man spürt, die Mannschaft hat sich gefangen und behält, im Gegensatz zur 1.Saisonhälfte, auch dann den Kopf über Wasser, wenn die See etwas rauer und der Wellengang höher ist. Und in Steinach, wo sich die Lauschaer mangels eigener 4-Bahnen Anlage eingemietet haben, ist es für die Gäste traditionell nicht einfach, ihre keglerische Linie beizubehalten und ein ansprechendes Gesamtergebnis einzufahren. So musste auch der Vorzeigekegler der Gastgeber, Frank Fichtmüller – mit 955 Kegel einmal mehr der Tagesbeste – eingestehen, dass selbst er und seine Männer mit dem Kegelschlag hadern und sich bessere Fallergebnisse wünschten.
Für die Kurstädter jedenfalls war bereits im ersten Durchgang Endstation aller Hoffnungen auf eine Minichance, die Punkte vielleicht doch entführen zu können. Während Udo Wasewitz trotz guter 894 nach Ende der Begegnung zugab, irgendwann angesichts der vielen gefallenen„5“ trotz optimal in die Gasse gespielter Kugeln innerlich kapituliert zu haben, leistete sich Marcus Elstner ungewöhnlich viele Fehlwürfe. Erst eine glänzende 243er Abschlussserie verhalf dem immer noch auf eine Sicherungsschiene angewiesenen Langensalzaer Eigengewächs zu einem versöhnlichen Abschluss (861). Da durften sich ihre Kontrahenten Frank Fichtmüller und Michael Müller (936) schon über 126 „Gute“ an der Anzeigetafel freuen.
Ein wenig Boden gut machen konnte im Mittelpaar das ThSV – Duo Holger Kröber (893) und David Rimbach (914) gegen ihre Südthüringer Kontrahenten Jan Fichtmüller (864) und Danny Zitzmann (875). Dabei war David der einzige in den „Drei Türme“ – Reihen, der ohne eine schwächere Bahn auskam und dadurch seinen nicht unwesentlichen Beitrag zur Halbierung der Holzdifferenz nach 2/3 der Wettkampfdauer leistete.
Spätestens jetzt war auch von den Zuschauern eine erhöhte Laufbereitschaft gefordert. Da auf Grund der dicht stehenden tragenden Pfeiler zwischen den einzelnen Bahnen von keinem Punkt der Halle aus mehr als eine Bahn eingesehen werden kann, muss man als Fan unweigerlich hin- und herpendeln, um einigermaßen den Überblick über den Spielstand zu behalten.
Allerdings geriet der verdiente Sieg der Gastgeber zu keinem Zeitpunkt mehr wirklich in Gefahr, gaben sich Lauschas Schlussstarter Randy Neubauer (926) und Rico Leipold-Büttner (901) nicht jene Blöße, auf die Heiko Zenker (886) und Rinaldo Schaller (871) angewiesen waren, um den Eisenberg - Coup aus der Vorwoche zu wiederholen. So blieb Heiko Zenker in seiner Verabschiedungsansprache mit Blick auf die Bahnverhältnisse augenzwinkernd nichts weiter übrig, als Lauscha den Aufstieg zu wünschen. Eine Botschaft, die aus Bad Langensalzaer Sicht allerdings nur dann wirklich sinnvoll ist, wenn man die für den eigenen sicheren Klassenerhalt noch erforderlichen 2 Punkte recht bald an Land zieht.
Rinaldo Schaller (ThSV „Drei Türme“ Bad Langensalza)