Pressebericht

2. Bundesliga Nord Männer: TSV Eisenberg 1 - ThSV Langensalza 1 (5317:5363)




Der Bann scheint gebrochen – Die Mannen von ThSV „Drei Türme“ holen zwei Punkte nach Hause

Am 21.November letzten Jahres hatten die Männer des ThSV „Drei Türme“ zum letzten Mal Grund zum Jubeln. An jenem neunten Spieltag gelang es die Punkte aus Ohrdruf zu entführen. Danach wurde die Moral der Truppe auf eine harte Probe gestellt, setzte es sieben sieglose Begegnungen in Folge – eine Serie, die in 15 Bad Langensalzaer Bundesligajahren ihresgleichen sucht. Jetzt endlich scheint der Bann gebrochen, hatten die Kurstädter auch einmal das Glück, mit der eigenen ansprechenden Leistung auf einen Gegner zu treffen, bei dem selbst nicht alles rund läuft und der ebenfalls personell nicht immer aus dem Vollen schöpfen kann.

Eisenbergs Mannschaftsleiter Peter Eberhardt sah den Knackpunkt der Partie bereits im erstem Durchgang, als Udo Wasewitz (943 Kegel) und David Rimbach (900 Kegel) einen rasanten Start für den ThSV hinlegten, sofort mit 56 Kegeln in Führung gingen und dieses Plus bis auf 122 Zähler ausbauen konnten. In dieser Phase glaubte der Ex-Jenaer Auswahlspieler, zu wenig Gegenwehr von seinen Leuten in Person von Uwe Berndt (870 Kegel) und Jens Walter (857 Kegel) erlebt zu haben. Wenig später konnte er es selbst besser machen, musste aber mit 887:900 ebenfalls die – wenn auch knappe – Überlegenheit seines direkten Kontrahenten Holger Kröber zur Kenntnis nehmen. Dafür nahm aus „Drei Türme“ – Sicht auf den Nachbarbahnen das Unheil seinen Lauf. Der für den verhinderten Marcus Elstner seinem Einsatz entgegenfiebernde Uwe Freitag erwischte auf der anspruchsvollen Anlage nach gutem Beginn (219 Kegel) eine rabenschwarze zweite Serie (177 Kegel) und musste bis zu seiner Auswechslung nach 100 Wurf allein schon gegen den Tagesbesten Ullrich Peter (TSV / 957 Kegel) fast 100 Kegel wieder abgeben. Die nachfolgende Schadensbegrenzung durch Ersatzmann Holger Richter (437 Kegel) reichte gerade aus, um von dem einstmals komfortablen Vorsprung exakt 11 magere Zähler in den dritten Durchgang hinüber zu retten. Und gerade mit dem Behaupten eines knappen Vorteils haben die Bad Langensalzaer in dieser Saison überaus schlechte Erfahrungen machen müssen.

Tatsächlich ging auch im letzten Durchgang die erste Runde an die Gastgeber, die durch Max Werner (864 Kegel) und Andreas Wolfermann (882 Kegel) ihren Kontrahenten bis auf 4 Kegel auf die Pelle rückten. Dann jedoch wendete sich das Kegelglück und das Duo Heiko Zenker / Rinaldo Schaller (892 und 889) eroberte bei jedem nachfolgenden Abräumen zuvor verlorenes Terrain wieder zurück. Schließlich zeichnete sich über die Stationen +25 und +46 Zähler ab, dass es dieses Mal für die geschundene ThSV – Seele zum Happy End reichen würde.

Man hätte meinen können, das Plumpsen des Steines, der den Gästen nach Ende der Begegnung vom Herzen fiel, sei bis in die heimische Unstrut – Hainich – Region zu hören.
Tatsächlich brachten die Zenker und Co. nur zwei Punkte von ihrem Auswärtstrip mit. Punkte allerdings, die sich in der Endabrechnung des Kampfs um den Klassenerhalt als vorentscheidend herausstellen könnten.

Rinaldo Schaller


Ergebnisse TSV Eisenberg 1:
Uwe Berndt 870, Jens Walter 857, Ulrich Peter 957, Andreas Wolfermann 882,
Max Werner 864, Peter Eberhardt 887

Ergebnisse ThSV Langensalza 1:
Udo Wasewitz 943, David Rimbach 906, Uwe Freitag 396, Holger Kröber 900,
Rinaldo Schaller 889, Heiko Zenker 892, Holger Richter 437

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