Erfolglos gekämpft
Eine geschlossene Mannschaftsleistung reichte den Keglern des ThSV „Drei Türme“ nicht, um die aktuelle Niederlagenserie zu beenden und die ersten beiden der für den sicheren Klassenerhalt notwendigen 4 Punkte unter Dach und Fach zu bringen.
Dabei gelang den Bahnherren gegen den neuen Tabellendritten aus Bad Soden-Salmünster immerhin das beste Mannschaftsergebnis seit jenem überzeugenden Heimsieg über Mühlhausen aus der vierten Septemberwoche; übertrafen zudem alle ThSV - Starter erstmals in dieser Saison die 900er Grenze. Was am Ende fehlte war neben dem berühmten Quäntchen Glück ein weiteres Top – Einzelresultat in den Reihen der Kurstädter. So reichte den Hessen schließlich eine Steigerung um 70 Holz gegenüber ihrer Leistung aus der Vorsaison, um dieses Mal den Spieß umzudrehen und nach ihrem Sieg aus dem Hinspiel auch auswärts zu triumphieren.
Nachdem beide Mannschaftsleiter schon im Vorfeld der Partie Probleme damit hatten, bei der Vergabe der Favoritenrolle auf einen Nenner zu kommen, ließ auch der 1.Durchgang keine klare Tendenz erkennen, welchen Spielverlauf man innerhalb dieser Begegnung des 16.Spieltages erwarten durfte. Zwar gingen die Gastgeber bereits mit dem Ende der ersten 50 Wurf - Serie knapp in Führung, konnte jeder ThSV - Anfangsstarter (Rinaldo Schaller – Peter Klüber 909:891, Marcus Elstner – Stefan Stehle 922:894) sein Duell für sich entscheiden oder wie im Fall Udo Wasewitz (gegen Michael Klüber, je 984) zumindest Ausgeglichenheit erzielen. Der erreichte Vorteil hielt sich jedoch in Grenzen, die Führung bewegte sich stets zwischen 9 und 46 Kegel. Von einem sicheren Polster für die nachfolgenden Starter konnte mitnichten die Rede sein. Es gab in dieser 1.Wettkampfhälfte aus Sicht der Kurstädter aber auch 2 positive Aspekte anzumerken. Neben der Klasseleistung von Udo Wasewitz, der alle Serien kontinuierlich zwischen 239 und 257 Kegel platzierte, konnte das Langensalzaer Sorgenkind Marcus Elstner erstmals seit seiner schweren Verletzung im Oktober letzten Jahres 200 Wurf durchspielen.
Für ein Kuriosum indes sorgte der Gästeakteur Stefan Stehle, der zu Beginn seiner letzten Bahn bei 8 seiner ersten 14 Würfe eine „9“ traf und damit für ein Raunen unter den Zuschauern sorgte.
Danach kam es, wie es kommen musste. Der Vorsprung schmolz von Bahn zu Bahn und verwandelte sich nach der dritten Serie, wie im ersten Durchgang offensichtlich die „Schokoladenphase“ der Gäste, in einen Rückstand von 44 Zählern. Jeder Versuch der Bad Langensalzaer in Person von Holger Kröber (943), Heiko Zenker (902) oder David Rimbach (901), die Differenz zu verkürzen, wurde von Rene Hagenbach (946), Sebastian Christe (917) und Thomas Klüber (961) gekontert. Vor allem der ThSV-Mannschaftskapitän, zuletzt einer der Besten seiner Farben, haderte mit seinem Abraumspiel. Jener Disziplin, in der die „Drei Türme“ in der Endabrechnung immerhin mit 15 Kegel noch die Nase vorn hatten. Wofür es allerdings nichts zu kaufen gibt. Schon gar keine Punkte… .
Rinaldo Schaller (Bad Langensalza)
Umkämpfter Auswärtssieg
Am vergangenen Samstag stand das nächste der drei schweren Auswärtsspiele in Folge an. Das Team um Thomas Klüber, welcher im Spielercup der DCU anerster Stelle steht musste nach Bad Langensalza reisen. Bisher konnten die Kurstädter noch nichts zählbares von dort mit nach Hause nehmen. Aufgrund der Vorzeichen, dass Langensalza vor Saisonstart mit Norbert Graul und Steffen Goldberg zwei wichtige Stützen verloren hat und zur Zeit auch in einem Tief mit sechs Niederlagen in Folge steckte, war die Aufgabe aber nicht hoffnungslos.
Durch die jüngsten Erfolge macht es natürlich sehr viel Spaß und die Tabelle liest sich natürlich auch besser als in den Jahren zuvor. Das es aber nicht einfach werden sollte war allen bewusst. Langensalza wollte den Trend stoppen und ging anfangs in Führung. In den Startpaarungen hatten beide Teams ihre besten Spieler mit Udo Wasewitz und Michael Klüber mit jebärenstarken 984 Kegel. Peter Klüber mit 891 Kegel und Stefan Stehle mit 894 Kegellieferten ein ordentliches Spiel ab. Zum Schluss gingendann Sebastian Christe mit 917 Kegel, Rene Hagenbach 946 Kegel und Thomas Klüber mit 961 Kegel mit sehr guten Ergebnissen ins Rennen und konnten den Rückstand in einen relativ knappen Sieg retten. Wir bedanken uns bei den Gastgebern für das stets faire Spiel und wünschen für die restlichen Spiele das nötige Keglerglück!
Mühlhausen musste im Spitzenspiel in Lauscha eine Niederlage einstecken und Franken Neustadt gewann souverän. Somit bleibt es weiterhin spannend und wir nehmen dieses Momentum gerne mit, denn das Saisonziel wurde früh geschafft und ein Platz unter den Top 5 wäre so oder so ein riesiger Erfolg.
Rene Hagenbach (Bad Soden Salmünster)