Gebesee besiegt Spitzenreiter Lauscha - Packendes Spiel bis zur letzten Kugel
Wiederholt boten die Kegler des SV Lauscha in ihrem Auswärtsspiel den Zuschauern einen Kegelkrimi bis zur spielentscheidenden letzten Kugel. Doch diesmal zog der Tabellenführer den Kürzeren und unterlag dem KSV Gebesee mit 5571:5576 Kegeln.
Zunächst sah es nach einem deutlichen Sieg für die Gastgeber aus. Die Lauschaer Startachse Frank Fichtmüller (920 Kegel) und Michael Müller (856 Kegel) fand keinen Draht zur Anlage. Florian Postel (962 Kegel) und Patrick Kranold (942 Kegel) machten ihre Sache hingegen gut und brachten ihre Farben mit 128 Punkten in Front.
Im zweiten Durchgang schöpften die Glasbläserstädter jedoch wieder Hoffnung. Jan Fichtmüller (943 Kegel) knöpfte Anton Heß (889 Kegel) 54 Zähler ab. Danny Zitzmann spielte die ersten drei Serien großartig auf, verfehlte mit 981 Kegeln die Tausender-Marke nur wegen etwas schwächeren letzten 50 Wurf. Sein Gegenspieler Frank Zipfel begann ebenfalls überragend. Auch er fiel dann etwas ab, enttäuschte mit 943 Kegeln aber nicht. Die Führung von Gebesee war auf 36 Zähler geschmolzen.
Wie schon so oft in dieser Saison wurden die Nerven aller Beteiligten wieder einmal auf die Probe gestellt. Randy Neubauer (926 Kegel) und Felix Jenrich (945 Kegel) machten von Bahn zu Bahn etwas Boden gut. Ralf Stollberg erwischte einen schwachen Tag, blieb bei 845 Kegeln hängen. Das es diesmal nicht zum knappen Lauschaer Sieg reichte, lag vor allem an Lokalmatador Uwe Stollberg. Er erspielte den Tagesbestwert von 995 Kegeln und machte mit überragenden letzten 50 Wurf (264 Kegel) die Hoffnungen der Gäste zunichte. Den Schlusspunkt unter diese Nerven zerreißende Partie setzte aber sein Bruder Ralf. Seine letzten drei Wurf brachten die Gastgeber auf die Siegesstraße.
Im Lauschaer Lager sollte aber nun niemand die Köpfe hängen lassen. Hatte man doch in dieser Saison oft auch schon das Glück auf seiner Seite. Zudem verlor der Tabellenzweite aus Neustadt ebenfalls seine Auswärtspartie, so dass die Tabellenführung weiter in Lauschaer Händen bleibt. Die Tabellenspitze ist nun wieder enger zusammengerückt, was für den weiteren Saisonverlauf zusätzlich für Spannung sorgt.
Frank Fichtmüller (SV Lauscha)