Pressebericht

2. Bundesliga Nord Männer: ThSV Langensalza 1 - 7 mit Eck Bergrheinfeld 1 (5543:5555)




Frech und unbekümmert – Der Weg zum Sieg

Einen unerwarteten Ausgang nahm die Begegnung des ThSV „Drei Türme“ Bad Langensalza gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten Bergrheinfeld. Statt des erhofften dritten Punktgewinns in Folge setzte es für die Gastgeber eine Heimniederlage, mit der man nicht unbedingt rechnen konnte und es auch nicht wollte. Wobei die Unterfranken so spielten, wie man es von einem Aufsteiger erwarten kann: Frech, unbekümmert und als wenn man nichts zu verlieren hätte. Die Gastgeber hingegen mussten von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen, von dem man annahm, dass er nur vorübergehender Natur sei. Doch genau das erwies sich als fataler Irrtum.
Die Bayern begannen konzentriert und druckvoll, fühlten sich in ihrer Außenseiterrolle pudelwohl. David Rimbach (960) und Udo Wasewitz (988) mussten schon ihr ganzes Können aufbieten, um ihre Kontrahenten im Griff zu behalten. Mit jeweils zwei glänzenden 50 Wurf-Serien von 255 Kegeln und 252 Kegeln bzw. 269 Kegeln und 267 Kegeln setzten sie sich schließlich gegen Rainer Greif (942) und das Duo Jürgen Kümmel/Maximilian Greif (916) durch. Im Vergleich dazu war Rinaldo Schaller (830) mit dem besten der Bergrheinfelder an diesem Tag, Dirk Becher (974), schlicht überfordert. Nach akzeptablem Beginn machte sich mehr und mehr der Kräfteverschleiß bemerkbar, wurde es für ihn zunehmend schwerer, die Kugel zuverlässig in die große Gasse zu befördern. In Folge dessen wuchs der Rückstand nach anfänglichen 21 Zählern auf eine für die Spieler des zweiten Durchgangs schon beachtliche Hypothek von 51 Kegel.
Dennoch machbar, wenn man allein an die beiden 1000er Resultate eines Holger Kröber in den zurückliegenden Heimspielen denkt. Doch auch für den Wünschendorfer lassen sich die Topresultate nicht per Knopfdruck abrufen, läuft es nicht von allein. Es kostete dem zurzeit zuverlässigsten ThSV-Akteur sichtbar viel Kraft und viele Nerven, mit 982 zu Fall gebrachten Kegeln erneut zu glänzen. Im Überkreuzvergleich hatte er damit gegen Bernd Werner (960) ebenso die Nase vorn wie Heiko Zenker (925) gegen Gerhard Sterker (909) und sogar Uwe Freitag gegen Bastian Greif (855:854). Nur das Minus wollte aus „Drei Türme“ - Sicht im Verlauf der Partie einfach nicht von der Anzeigetafel verschwinden, auch wenn der dahinter stehende Betrag sich über 23 auf schließlich nur noch 5 magere Kegel reduzierte. Als mit Beginn der letzten Abräumserie, in dieser Begegnung eigentlich eine Domäne der Bahnherren, bei den Gästen die 8en und 9en reihenweise fielen, die Bad Langensalzaer sich hingegen schwer taten, schienen die Würfel zu Gunsten des Aufsteigers bereits gefallen. Dann setzten die grün-gelben zum Endspurt an und es durfte tatsächlich noch einmal gerechnet werden.
Mit dem hinlänglich bekannten Ausgang.
Zwei Wochen bleiben dem ThSV nun Zeit, diesen Rückschlag zu verdauen. Dann wartet mit den Ohrdrufern ein recht unbekömmlicher, weil heimstarker Gegner auf den nun Achtplatzierten des Feldes.

Rinaldo Schaller


Ergebnisse ThSV Langensalza 1:
Udo Wasewitz 988, David Rimbach 960, Rinaldo Schaller 833, Holger Kröber 982,
Uwe Freitag 855, Heiko Zenker 925

Ergebnisse 7 mit Eck Bergrheinfeld 1:
Rainer Greif 942, Jürgen Kümmel 463, Dirk Becher 974, Bastian Greif 854,
Gerhard Sterker 909, Bernd Werner 960, Maximilian Greif 453

Schließen