Erste Heimpunkte für Gebesee - Langensalza vom Verletzungspech verfolgt
Bad Langensalzas Zweitligakeglern klebt derzeit das Pech wahrhaftig an den Fersen. Wenige Stunden vor Beginn der Begegnung verletzte sich Heiko Zenker, so dass neben dem arbeitsbedingt fehlenden Marcus Elstner ein weiterer Stammspieler ersetzt werden musste. Und das ausgerechnet vor der Partie in Gebesee, wo sich Langensalza unter normalen Umständen durchaus Siegchancen ausrechnete, nun aber mit der Außenseiterrolle vorlieb zu nehmen hatte.
So kam Nachwuchshoffnung Christopher Schütz zu seinem ersten Bundesligaeinsatz und musste beweisen, dass er das Trauma seiner Handverletzung aus der Vorsaison überwunden hat. Über zwei Bahnen gelang ihm das auch ordentlich, hielt er doch sein Duell gegen Florian Postel (897) lange Zeit offen. Erst als die Kräfte nachließen, schwand auch die Konzentration bei dem Rotschopf (799). Udo Wasewitz hingegen bestätigte auch auswärts seine derzeit exzellente Verfassung. Frank Zipfel (842) musste beizeiten die Überlegenheit des Bad Langensalzaers anerkennen, dessen 973 Zähler die Kurstädter immerhin noch mit einem Plus von 33 Kegeln aus dem 1.Durchgang gehen ließ.
Die Rechnung, jeweils einen bewährten Akteur mit einem Nachrücker auf den Kunststoff zu schicken, ging für den ThSV auch im Mittelpaar auf. Während Uwe Freitag und Martin Haupt sich gegenseitig nahezu neutralisierten (820:838), entschied Holger Kröber (928) gegen den Ex-„Drei Türme“-Akteur Anton Heß (871) drei Bahnen und damit auch die Gesamtpartie zu seinen Gunsten.
Alles würde jetzt vom letzten Durchgang abhängen, indem den Lokalmatadoren Ralf und Uwe Stollberg durchaus das Potenzial zugetraut wurde, die inzwischen aufsummierten 72 Kegel Rückstand aus Gebeseer Sicht zu neutralisieren. Doch die ersten 50 Wurf gehörten nochmals den Gästen, bei denen es das Duo David Rimbach/Rinaldo Schaller richten sollte. 465:445 lautete die für den ThSV Mut machende Zwischenbilanz. Dann kam die Wende in dieser lange Zeit hochspannenden Begegnung. Die Bahnherren demonstrierten mit Serien von 242 bis 262 Kegel eindrucksvoll, was es heißt Heimvorteil zu besitzen. Mit 983:879 (Uwe Stollberg – Rinaldo Schaller) und 948:885 (Ralf Stollberg – David Rimbach) behielt der KSV Gebesee deutlich in der Schlussrunde die Oberhand und revanchierte sich damit für die deklassierende Niederlage aus dem Vorjahr. Den noch sieglosen Bad Langensalzaern hingegen sollte es ein kleiner Trost sein, dass irgendwann jede Serie reißt und jede Pechsträhne endet. Vielleicht schon gegen Mühlhausen.
Rinaldo Schaller