Ettlingen gewinnt nach holprigem Beginn mit Bahnrekord gegen keineswegs schlechte Aschaffenburger
In der 20. Spielwoche reisten die Gäste aus Aschaffenburg zum drittletzten Spiel der Saison nach Ettlingen an. Die Aschaffenburger Mannschaft zeigte im letzten Jahr mit 6345 Kegeln, zu was sie fähig ist und rechnete sich damit auch in diesem Jahr gute Chancen auf einen Sieg aus. Mit Udo Frey stellten sie den aktuellen Bahnrekordhalter, der die Bestmarke mit 1145 Kegeln noch immer hält. Die Ettlinger hingegen mussten noch ein Spiel gewinnen, um den Klassenerhalt sicherzustellen. Es war also schon vor dem Spiel für genügend Spannung vor einem gut gefüllten Haus gesorgt.
Im Startpaar schickten die Nordbadener Wolfring und Schneidereit gegen Heider und Lebert seitens der Gäste auf die Bahnen. Im Duell Wolfring gegen Heider wogte das Spiel hin und her, erst in den letzten Würfen musste sich Wolfring mit für ihn ungewohnt schwachen 1017 Kegel gegen 1029 Kegel von Heider geschlagen geben. Im Duell Schneidereit gegen Lebert sahen die Zuschauer über die gesamte Distanz hochklassigen Kegelsport. Schneidereit war trotz hervorragenden 1072 Kegel gegen Lebert mit überragenden 1107 Kegel ohne Optionen, so dass das Startpaar ein Minus von 47 Kegel an das Mittelpaar übergab.
Im Mittelpaar wollten Wolf und Grüneberg gegen Schlett und Spangenberger punkten. Die Ettlinger bewiesen in dieser Paarung, dass sie ihre Bahnen jederzeit im Griff haben, denn ein glänzend aufgelegter Grüneberg zeigte mit 1121 Kegel ganz großen Kegelsport und hatte gegen einen schwachen Spangenberger, der im Verbund mit Schachner nur dünne 945 Kegel erzielte, keinerlei Schwierigkeiten. Auch Wolf mit 1066 Kegeln konnte Schlett mit 981 Kegeln weitere vorentscheidende Punkte abnehmen. So wandelte sich der Rückstand von 47 Kegel für die Gastgeber in einen komfortablen Vorsprung von 214 Kegel.
Im Schlusspaar hatten Speck und Ockert gegen Zöller und Frey die Aufgabe, diesen Vorsprung ins Ziel zu retten. Speck überzeugte mit 1055 Kegeln gegen Zöller mit 1028 Kegeln, Ockert zog mit 1053 Kegel gegen 1061 Kegel an diesem Tag gegen den amtierenden Bahnrekordhalter Frey den Kürzeren. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte sogar noch der bisherige Bahnrekord von 6357 Kegel übertroffen werden und es stand am Ende ein grandioser Sieg mit neuem Bahnrekord von 6384:6151 für die Nordbadener zu Buche. Mit diesem wichtigen Sieg konnte der Klassenerhalt vorzeitig gesichert werden und die SG kann die restlichen zwei Spiele gelassen angehen.
Thomas Speck: „Nach holprigem Beginn konnten wir uns heute während des weiteren Spiels ständig neu motivieren, stand doch das für uns wichtige Ziel des Klassenerhalts nach dem durchwachsenen Beginn auf der Kippe. Die Mannschaft hat aber gekämpft und alles gegeben und am Ende sogar noch einen neuen Bahnrekord erzielt. Mit etwas Glück wären heute sogar 6400 Kegel möglich gewesen. Wichtig ist für uns aber, dass wir auch nächstes Jahr wieder in der 1. Bundesliga antreten und somit schon die Planungen für die neue Saison angehen können.“
Sven Fornoff: „Heute hatten wir das Nachsehen gegen über sich hinauswachsende Gastgeber. Wir haben alles versucht, uns gegen die Niederlage zu stemmen, aber müssen heute die Heimstärke der Ettlinger neidlos anerkennen. Da es für uns um nichts mehr geht, können wir diese Niederlage verschmerzen und konzentrieren uns auf die restlichen zwei Spiele, die wir noch siegreich gestalten wollen.“
Thomas Speck
SG Ettlingen
Bei den bärenstarken Ettlingern, die mit einem Saisonheimschnitt von 6279 Kegeln aufwarten, hatte Bahnfrei Damm eine schwere Aufgabe vor sich. Allerdings hatten sie die Gastgeber im Vorjahr mit Bahnrekord von 6335 förmlich überrollt, so dass alles möglich war. So ging das Aschaffenburger Startpaar nicht zuletzt durch eine beeindruckende persönliche Bestleistung von Patrick Lebert (1107) mit 47 Punkten in Führung. Das Mittelpaar geriet aber unter anderem gegen einen eindrucksvollen Rainer Grüneberg (1121) vorentscheidend mit insgesamt 214 Kegeln ins Hintertreffen. Auch wenn Christoph Zöller (1028) und Udo Frey (1061) alles versuchten, konnten sie die Ettlinger nicht mehr Bedrängnis bringen. Trotz eindrucksvoller 6151 blieben sie hinter den Gastgebern, die mit 6384 neuen Bahnrekord aufstellten, zurück.
Sven Fornoff (Mannschaftssprecher Bahnfrei Damm): „Es war ein Spiel der Superlative. 8x 1000 und 2x 1100 – was will man von einem Spieltag mehr? Der Sieg ist uns heute zwar nicht geglückt, das Team hat aber super gespielt und verstecken brauchen wir uns nicht.“
Astrid Herger
KV Aschaffenburg
Einfach in bestechender Form: Rainer Grüneberg 1121 Kegel
Photo: SG Ettlingen
