Fortuna wahrt Chance auf die Relegation - Bahnfrei Damm patzt in Rodalben
Nach dem 5936:5690 Heimsieg der SG Fortuna Rodalben über den Tabellenfünften BF Damm Aschaffenburg und dem zeitgleichen 5974:5833 Sieg von Plankstadt bleiben beide Mannschaften im Rennen um den Relegationsrang. Ausgeschieden ist der KC BG Nußloch, der sich nach der 5616:5687 Heimniederlage gegen die SG Ettlingen aus dem Dreikampf verabschiedete.
So fällt die Entscheidung im letzten Saisonspiel am kommenden Samstag. Die Fortunen (12:30) stehen in München unter Siegzwang. Plankstadt, nach drei Heimsiegen in Serie bei 14:28 Zählern angelangt, gastiert in Ettlingen. Was für eine Terminplanung? – muss ein Verein in der entscheidenden Phase drei Heimspiele in Folge austragen? Eigentlich ein Unding.
Gegen Aschaffenburg standen die Fortunen unter erheblichem Druck. Doch keine Spur von Nervosität, das Team von Erich Walker kam im Eröffnungsdrittel trotz wechselnder Führung immer besser ins Spiel. Turm in der Schlacht Karl-Heinz Bachmann, der im Duell der „Altmeister“ gegen Hermann Heider durch besseres Spiel in die Vollen(667:604) mit 1021:969 Kegeln die Nase vorn hatte. Von dessen Elan mitgerissen, blieb Steven Maurer (958) in Reichweite von Christoph Zöller, der auf 1000er Kurs liegend seine letzte Räumserie vermasselte und so bei 982 Kegel hängen blieb.
Nach diesem rassigen Auftakt und dem 28-Kegel-Vorsprung begannen Bernd Rohr (265/111 A) und Markus Noll (243) grandios und bauten damit den Vorsprung auf 91 Kegel aus. Rohr, nach 231/255 auf Tausenderkurs liegend, stellte sich durch eine schlechte Abräumserie auf der Schlussbahn selbst ein Bein, hielt aber seinen Gegner Horst Schlett mit 966:893 auf Distanz. Ein Kantersieg bahnte sich auch bei Noll an, doch meldete sich bei ihm nach zwei Bahnen sein lädierter Rücken, so dass er sich letztlich zu einem 938:912 gegen Theo Spangenberger quälte.
Damit 127-Kegel-Vorsprung, den sich das Fortuna-Parade-Schlusspaar Andreas Christ und Daniel Kudla nicht mehr nehmen ließen. Es folgte auf drei Bahnen Kegeln vom Feinsten. Dabei musste sich Christ trotz 252/253/273/2524=1032 eines starken Udo Frey erwehren, der 1016 dagegensetzte. Angesteckt von deren Spielfreude steuerte Kudla ebenfalls grandiose 1021 (255/260/247/259) Kegel bei, mit denen er Alexander Schachner (918) düpierte und den Sieg auf 246 Kegel ausbaute.
So war der erfahrene Aschaffenburger Trainer Rainer Aulbach von der Leistung des Gegners angetan: „Nachdem sich Rodalben nach dem starken Anfangsdruck freischwamm, haben sie ihr Spiel durchgezogen und verdient gewonnen. Wir fanden überhaupt nicht zu unserem Spiel.“
„Wir haben unser Ziel in diesem Spiel erreicht, da wir bei toller Kulisse ein gutes Spiel ablieferten“, sagte der Fortuna-Sportwart Erich Walker und gab weiter zu bedenken, „man sah mal wieder, was mit einem kompletten Team möglich gewesen wäre. Ohne die personelle Misere müssten wir nicht um die Relegation kämpfen - der normale Klassenerhalt wäre sogar möglich gewesen.“ Angetan war auch der Fortuna-Mannschaftskapitän Andreas Christ: „Ein hervorragendes letztes Heimspiel. Jetzt müssen wir in München nochmal alles probieren, doch ist mein Einsatz aus beruflichen Gründen fraglich.
Herbert Striehl
Fortuna Rodalben
Im letzten Auswärtsspiel gastierte Bahnfrei Damm beim möglichen Absteiger Fortuna Rodalben. Trotz einer gut aufgelegten Startachse Hermann Heider (969) und Christoph Zöller (982) gerieten die Aschaffenburger 28 Zähler leicht ins Hintertreffen. Ein hochmotiviertes Mittelfeld der Gastgeber stemmte sich weiterhin so vehement gegen den Abstieg, dass die Aulbach-Truppe mit 127 Zählern in die roten Zahlen rutschte. Und obwohl Udo Frey (1016) wieder seine Form bewies, war an der schlussendlich deutlichen Niederlage über 246 Kegeln nichts mehr zu rütteln.
Astrid Herger
KV Aschaffenburg
Der unverwüstliche Karl-Heinz Bachmann gab mit 1021 die Schlagzahl vor
Blieben in einem tollen Fight ebenfalls über der Tausendermarke
(v.l.) Andreas Christ, Udo Frey und Daniel Kudla-Dahmen


Das Spiel ist beendet...
Photos: Herbert Striehl