Wolfsburg weiter mit weißer Heimweste - Pflichtsieg gegen GH/GW Sandhausen
Die Wolfsburger bleiben zuhause ungeschlagen. Gegen die Vertretung von GH/GW Sandhausen gab es beim 6081:5803 einen souveränen Start-Ziel Sieg. Drei Spieltage vor Schluss konnten die Wolfsburger den vierten Platz festigen. Allerdings ist nach den gefallenen Ergebnissen der dritte Platz in weite Ferne gerückt, so dass die letzten Spiele wohl ein Schaulaufen werden. Bereits vor dem Spiel wurde klar, auf was sich die Gastgeber heute einstellen müssen. Anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren, wurde seitens der Gäste der Bahnzustand im Auflagebereich bemängelt und dies mit Bildern dokumentiert. Gleiches geschah dann nochmals nach dem Spiel. Auf Drängen der Gäste wurde dies auch im Spielbericht vermerkt, trotz des Hinweises, dass es eine gültige Abnahmeurkunde für die Bahn gibt. Dementsprechend angefressen war Kapitän Gerhard Gams bei der Absage: „ich weiß nicht, was das immer soll. Über andere Bahnen beschwert sich auch niemand. Vielleicht kommen wir aus dem falschen Land. Dass die Bahn gespielt werden kann, haben heute auch zwei Gäste gezeigt". Durch die Situation vor dem Spiel benötigte es für die Spieler des KVW eigentlich keine weitere Motivation mehr, um sofort druckvoll zu beginnen. Arbeitsbedingt starteten Carsten Strobach (1108) und André Landschädel (935) für die Gastgeber. Strobach wirkte hochkonzentriert und legte eine Serie nach der anderen hin und untermauerte erneut seine momentane Form. Sein Kontrahent Marco Goldbach (907) konnte zu keiner Zeit das hohe Tempo mitgehen und musste letztlich den Wolfsburger deutlich ziehen lassen. Landschädel erwischte einen schwachen Tag. Er wirkte von Beginn an unkonzentriert und hielt dadurch Mirko Sveiger (937) im Spiel, der dieses Duell auch ganz knapp für sich gewinnen konnte. Trotzdem betrug der Vorsprung für den KVW 199 Kegel, ein beruhigendes Polster. Die heißesten Duelle gab es im Mittelpaar mit Manuel Wassersleben (1024) und Mathias Hähnel (1021) gegen Tobias Woll (1024) und Dominik Schulz (1019). Alle vier Akteure schenkten sich über die gesamte Dauer nichts, kämpften verbissen um jeden Kegel und zeigten, was auf der Bahn - auch für Gäste - möglich ist. Die beiden Wolfsburger konnten nach diesen Duellen den Vorsprung um weitere zwei Kegel ausbauen. Andreas Hüttl (955) und Gerhard Gams (1038) sollten das Spiel nun über die Ziellinie bringen. Hüttl wirkte zu Beginn etwas nervös, fing sich dann aber recht schnell und konnte so permanent an Christian Brunner (961) dranbleiben. Auch wenn sich Hüttl letztlich geschlagen geben musste, zeigt die Formkurve nach oben. Gams spielte sein gewohntes Pensum herunter. Trotz kleiner Konzentrationsschwierigkeiten hatte er Markus Hermann (955) zu jeder Zeit im Griff. Am Ende war es ein ungefährdeter und souveräner Sieg der Hausherren. „Wir können jetzt ganz locker die beiden kommenden Auswärtsspiele angehen und freuen uns auf tolle Bahnen und nette Leute", meinte Kapitän Gams nach dem Spiel. Am kommenden Samstag steht für den KVW das weiteste Auswärtsspiel auf dem Programm. Es geht in die bayrische Landeshauptstadt zu SKK Alt München.
Gerhard Gams
Einfach in Top-Form: Carsten Strobach 1108 Kegel
Photo: KV Wolfsburg