Frammersbach konzentrierter - Rodalben unterliegt nach großem Kampf
In das Duell der Aufsteiger starteten die Frammersbacher zwar mit etwas veränderter Mannschaftsaufstellung, aber der Spielverlauf kam durchaus bekannt vor. So gingen die Gastgeber nicht zuletzt durch René Appel (1000) mit 103 Zählern in Führung. Diesen Vorsprung eroberte sich aber Fortuna Rodalben fast allein durch Daniel Kudla-Dahmen (1046) bis auf einen Kegel zurück, so dass erst die Schlussphase entscheiden sollte. Keinem Kontrahenten gelang es, sich entscheidend abzusetzen, als die letzten Räumer mit vier Miesen für Frammersbach anbrachen. Nervenstark setzten Florian Frenzl (971) und Felix Imhof (1004) jetzt die ausschlaggebenden Neuner und sicherten die Punkte zum zweiten Sieg gegen Rodalben.
René Appel (Mannschaftssprecher KSC Frammersbach): „Heute hat die konzentriertere Mannschaft gewonnen mit Hilfe der großartigen Unterstützung der Fans. Noch ist der Klassenerhalt zwar Utopie, wir geben uns aber noch nicht auf und haben gezeigt, dass wir auch in der 1. Liga bestehen können.“
Astrid Herger
KV Aschaffenburg
Eine große Chance wurde vertan: In einem Kampf auf Biegen und Brechen verlor die SG Fortuna Rodalben beim Tabellenletzten KSC Frammersbach mit 5750:5775. Ärgerlich, denn mit einem durchaus möglichen Sieg hätte das Walker-Team den Anschluss an das untere Mittelfeld gepackt.
„Es war ein super spannendes Spiel. Bei guter Stimmung wäre der Sieg möglich gewesen. Ärgerlich, denn dieses Ergebnis nützt im Moment keinem der beiden Kontrahenten“, so der Fortuna-Sportwart Erich Walker.
Frammersbach begann mit René Appel grandios, der mit 1000 Kegel über Karl-Heinz Bachmann (923) triumphierte. Obwohl sich der Fortune Florian Semmler (932), der kurzfristig für den erkrankten Markus Noll kam, trotz fünfwöchiger Kegelpause gegen Ronald Kirsch (958) tapfer wehrte, war ein 104-Kegelrückstand vor dem Mittelpaar aufgebaut. Dabei hatte er, wie sich in der montäglichen Untersuchung herausstellte, am Bizeps des Wurfarms ein Muskel gerissen und wird vermutlich längere Zeit seinem Team fehlen.
Doch dann schien sich im weiteren Verlauf das Blatt zu wenden, denn Werner Weber (255) und Daniel Kudla-Dahmen verkürzten nach der ersten Bahn auf 48 Kegel. Da der Druck, vor allem durch Daniel Kudla-Dahmen (269/252/247) nicht nachließ und er mit 1046 (persönliche Auswärtsbestleistung) seinen Gegner Kevin Laubach (935) beherrschte und Weber nur knapp mit 898:907 gegen Christoph Welsch unterlag, wurde der immense Rückstand auf nur noch einen Kegel minimiert.
Der Schlussdurchgang verhieß einiges, trafen doch zwei Frammersbacher, die in ihren Heimschnitten über 1000 Kegel lagen, auf Andras Christ, einen Top-Drei-Spieler der Liga. Das Spiel wankte hin und her, vor der Schlussbahn wuchs der Rückstand auf 17 Kegel an. Die Fortunen versuchten nochmals alles. Zwar bezwang Christ deren Lokalmatador und besten Kegler Florian Frenzel mit 1016:971, doch sicherte Felix Imhof den Sieg, da er auf seiner letzten Bahn mit 262:249 alle Angriffe von Bernd Rohr abwehrte und er diesem mit 1004:935 den nötigen Vorsprung zum Sieg erlangte.
Herbert Striehl
Fortuna Rodalben
Persönliche Auswärtsbestleistung: Daniel Kudla-Dahmen 1046 Kegel
Photo: Herbert Striehl
