Wolfsburg mit durchschnittlicher Leistung zum Sieg gegen Aufsteiger - Fortona ersatzgeschwächt unterwegs
Die Wolfsburger bleiben zuhause weiter ungeschlagen. Gegen den Aufsteiger Fortuna Rodalben reichte eine durchwachsene Leistung zum deutlichen 5939:5408 Sieg. Die Gäste waren bereits mit einer großen Hypothek angereist, da verletzungs- und arbeitsbedingt nur zwei Mann aus der ersten Mannschaft die Fahrt in den Norden antreten konnten. Auch der KVW konnte nicht auf den kompletten Kader zugreifen. Neben Manuel Wassersleben und Jens-Uwe Weiß stand auch Kapitän Gerhard Gams nicht in der Startformation, so dass es einige Umstellungen gab.
Stefan Groß und Mathias Hähnel wirkten über die gesamte Spieldauer des Öfteren unkonzentriert und brachten sich so um den verdienten Lohn eines guten Ergebnisses. Auch die Gäste Karl-Heinz Bachmann und Erich Walker konnten die guten Bahnverhältnisse nicht ausreichend nutzen. So gingen die Wolfsburger mit einem Vorsprung von 114 Kegeln in den weiteren Spielverlauf. Carsten Strobach und André Landschädel sollten für die Entscheidung gegen Bernd Martin und Michael Martin sorgen. Carsten Strobach bestätigte seine aktuell bestechende Form mit großartigen Wurfserien und ließ seinem Kontrahenten keine Chance, obwohl auch er eine solide Partie ablieferte. Landschädel begann etwas zurückhaltend, hatte aber mit 290 Kegeln auf der zweiten Bahn ein Highlight und letztlich in seinem Duell deutlich die Nase vorne. Bei einem Vorsprung von 395 Kegeln zu Gunsten der Gastgeber war das Spiel entschieden. Das Schlussduo mit Andreas Hüttl und Istvan Szalkai hatten nun die Möglichkeit, sich positiv in Szene zu setzen, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Die Gäste setzten Steven Maurer und Florian Semmler, der auch angeschlagen ins Spiel ging, dagegen. Hüttl fand zu keiner Zeit zu sein zuletzt gezeigtes Spiel und wirkte komplett indisponiert und kraftlos. Die Folge war, dass die letzten 77 Wurf doch noch Kapitän Gerhard Gams zum Einsatz kam. Das Duo erspielte zusammen magere 926 Kegel; trotzdem reichte dies für einen knappen Sieg im direktem Vergleich gegen den Gast. Ganz anders verlief der Einsatz bei Szalkai. Nach etwas nervösem Beginn steigerte er sich von Bahn zu Bahn, setzte mit 279 Kegeln einen starken Schlusspunkt und erspielte sich somit seinen ersten Tausender im Dress des KVW. Auch er hatte den Gast aus Rodalben zu jeder Zeit im Griff. Am Ende reichte eine durchwachsene Leistung für die Gastgeber, um einen weiteren Heimsieg einzufahren. "Es war keine Glanzleistung, aber am Ende zählen nur die beiden Punkte. Natürlich hat uns auch die Personalnot der der Gäste in die Karten gespielt", sagte Kapitän Gerhard Gams nach dem Spiel. Für die kommende Aufgabe gegen München müssen die Wolfsburger definitiv eine Schippe drauflegen, wenn die Heimserie halten soll. Es wird auch davon abhängen welche Spieler am kommenden Samstag einsatzfähig sind.
Gerhard Gams
KV Wolfsburg
Die Vorahnungen wurden bestätigt. Ohne vier seiner Leistungsträger verlor der Aufsteiger SG Fortuna Rodalben beim übermächtigen Tabellenvierten.
„Wir haben uns bedingt durch unsere Personalprobleme gut aus der Affäre gezogen. Probleme bereiteten uns die glatten Kugeln und die ungewohnten Asphaltbahnen, die in den letzten Metern stark abliefen“, so der Fortunasportwart Erich Walker.
Für das Rodalber Team lief es zu Beginn gar nicht mal so schlecht. Nach 100 Wurf lag Karl-Heinz Bachmann mit 454:433 gegen Stefan Groß in Front. Doch drehte sein Gegner das Spiel und gewann mit 936:903 Kegel. Unter die Räder kam Erich Walker, der drei Bahnen (234/245/238) super spielte, doch am Ende mit 913:994 Mathias Hähnel unterlag. So stand das Fortuna-Mittelpaar Bernd und Michael Martin durch den 114-Kegel-Rückstand gewaltig unter Druck. Nach einem schwachen Beginn (193) steigerte sich Bernd Martin über 260/236/252 auf gute 941 Kegel, sah aber gegen den besten Wolfsburger Carsten Strobach (1072) kein Land. Noch schlimmer erwischte es dessen Bruder Michael, der durch 855 Kegel seinem Gegner Andre Landschädel (1005) hoffnungslos unterlegen war und sich der Rückstand vor dem Finale auf 281 Kegel erhöhte. In diesem zog sich Steven Maurer mit 907 Kegel gegen die Kombination Andreas Hüttel/Gerhard Gams (926) gut aus der Affäre. Nicht vergönnt war dies dem immer noch angeschlagenen Florian Semmler (889), der gegen Istvan Szalkai (1006) die Waffen strecken musste und somit die klare Niederlage nicht eindämmen konnte.
Herbert Striehl
Fortuna Rodalben
Da waren die Fortunen noch guter Dinge
Photo: Herbert Striehl