Ersatzgeschwächte Wolfsburger kommen bei Bahnfrei unter die Räder - Trotz Niederlage sieht Kapitän Gams auch Positives
Die zuhause bisher ungeschlagenen Wolfsburger bekommen auswärts eher keinen Fuß auf den Boden – so auch in Aschaffenburg. Mit beeindruckenden 201 Pluspunkten legte die Startachse der Bahnfreien bereits den Grundstein für die zwei Heimpunkte – allen voran der tagesbeste Hermann Heider mit dem einzig vierstelligen Ergebnis 1003. Und auch wenn die Mittelachse 67 Zähler dem Gast aus der Autostadt überlassen musste, machte dies die Schlusspaarung mehr als wett. Recht ungefährdet behielt Bahnfrei Damm diese zwei Punkte zuhause und klettert in der Tabelle auf Platz 6.
Astrid Herger
KV Aschaffenburg
Die Vorzeichen waren nicht die Besten für das Auswärtsspiel in Aschaffenburg und letztlich gab es das erwartete Ergebnis. Bei BF Damm Aschaffenburg gab es für die Wolfsburger eine deutliche 5812:5565 Niederlage. "Wir waren heute zu keiner Zeit in der Lage, dem Gastgeber Paroli zu bieten und haben deshalb auch verdient verloren", sagte Gerhard Gams nach dem Spiel. Aufgrund der Personalsituation musste die Mannschaft für das Auswärtsspiel gehörig umgestellt werden. Jens-Uwe Weiß und Mathias Hähnel fehlten berufsbedingt bzw. aus privaten Gründen. Da Manuel Wassersleben aktuell gesundheitlich außer Gefecht gesetzt ist, standen genau sechs einsatzfähige Spieler zur Verfügung.
Für den ungarischen Neuzugang Istvan Szalkai war es der erste Einsatz von Beginn an. Sichtlich nervös spielte er dementsprechend und konnte diese Nervosität über sein gesamtes Match nicht ablegen. Sein Kontrahent Patrick Lebert (969) konnte deshalb wichtige Kegel herausholen. Stefan Groß startete ordentlich, verlor aber leider mehr und mehr den Faden und musste letztlich Hermann Heider (1003) deutlich ziehen lassen. Bereits nach dem Startpaar betrug der Rückstand für die Wolfsburger 201 Kegel. Eine sehr große Hypothek für die restlichen Spieler des KVW. Gerhard Gams und Carsten Strobach versuchten trotzdem, die eigenen Farben zurück ins Spiel zu bringen. Beide mühten sich nach Kräften und hatten richtig gute Phasen auf der momentan nicht einfach zu spielenden Bahn. Während Gerhard Gams sich in einem Krimi Christoph Zöller hauchdünn geschlagen geben musste, konnte Carsten Strobach gegen Theo Spangenberger einige Kegel gut machen. Trotzdem betrug der Rückstand noch 134 Kegel für den Gast. Der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte André Landschädel setze zu Beginn sehr gute Würfe, musste dann aber seinem Körper aufgrund des Jetlags Tribut zollen und letztlich das Duo Udo Frey und Horst Schlett deutlich ziehen lassen. Andreas Hüttl zeigte deutlich ansteigende Form, sowohl in Konstanz und Ergebnis, auch wenn er sich gegen Emmerich Blahut geschlagen geben musste. Letztlich konnten die beiden Wolfsburger nicht verhindern, dass die Niederlage in dieser Höhe auch deutlich ausgefallen ist. "Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, eine komplette Mannschaft auf die Beine zu stellen und kann deshalb niemandem einen Vorwurf machen. Andreas Hüttl hat heute positive Ansätze gezeigt, die ihm hoffentlich Sicherheit für die nächsten Spiele geben. Bei Istvan Szalkai fehlt einfach der praktische Einsatz. Ich bin mir sicher, dass er für uns mit zunehmender Spielpraxis eine Verstärkung darstellt", resümierte Kapitän Gerhard Gams das Spiel. Die Wolfsburger müssen dieses Spiel einfach als Lernprozess nutzen, damit auch auswärts eventuelle Ausfälle zukünftig besser kompensiert werden können. Es muss dem KVW gelingen, allen Akteuren genügend Einsätze zu generieren, um Spielpraxis zu sammeln. Ob bereits das nächste Heimspiel gegen Fortuna Rodalben am kommenden Samstag dazu genutzt wird, ließ Kapitän Gams offen, auch weil nicht abzusehen ist, welche Spieler zur Verfügung stehen.
Gerhard Gams
KV Wolfsburg
Tausender des Tages: Hermann Heider 1003
Photo: Astrid Herger
