Doppelspieltag für die Autostädter - Kalkulierte Pleite für Wolfsburg bei Rot-Weiß Sandhausen
Am 05.11.2015 fand das Nachholspiel des 5. Spieltages der 1.Bundesliga zwischen Rot-Weiß Sandhausen und dem KV Wolfsburg in Sandhausen statt.
Die Wolfsburger hatten sich den Termin erbeten, damit sie die Möglichkeit haben, an einem Wochenende gegen Gut Holz und Rot Weiß Sandhausen anzutreten. So haben die ohnehin schon kilometerfressenden Wolfsburger eine Fahrt gespart.
Rot-Weiß ging etwas verändert in das Startpaar. Für den verletzten Dieter Hasenstab rückte Jens Auer ins Team. Er hatte zwar anfangs Schwierigkeiten in Fahrt zu kommen, konnte sich aber im Laufe seines Spiels steigern und kam am Ende auf gute 947 Kegel. Im Gegenzug kam sein Partner Simon Haas sehr gut ins Spiel und begann mit über 500er auf den ersten beiden Bahnen. Leider musste er seinem Trainingsfleiß Tribut zollen, war am Ende aber, wenn auch entkräftet, mit 955 Kegel zufrieden. Was diese beiden Ergebnisse wert waren, zeigte der weitere Verlauf.
In der Mittelpartie dann gewohnt mit Fabian Kirsch und Christian Cunow. Fabian Kirsch konnte sein sehr gutes Gefühl vom Vortag aus dem Viertelfinale des DCU-Pokals nicht mitnehmen. Er mühte sich, kämpfte aber immer wieder mit sich und der Bahn. Leider konnte Chris Cunow nach sehr gutem Beginn nicht annähernd sein Spiel halten und war mit 906 Kegel doch etwas enttäuscht. Einzig dem Umstand verdankt, dass Wolfsburg durch eine Verletzung auswechseln musste und mit dem jungen Nico Orschulok einen Neuling an den Start ging, lag Rot Weiß weiterhin in Führung.
In der Schlussachse versuchten Kai Münch und Sören Busse, noch das Beste aus sich und dem Spiel herauszuholen. Dies gelang Kai Münch sehr gut, der mit 972 Kegeln bester Mann der Rot-Weißen war. Sören Busse konnte , ähnlich wie Fabian Kirsch, das sehr gute Gefühl des Vortages nur bedingt umsetzen. Bei 937 Kegeln war für ihn an diesem Tag Schluss.
Alles in allem war das Wochenende war für Rot-Weiß. Der Einzug in das Pokal Halbfinale und ein Sieg an einem für alle ungewohnten Sonntagvormittag.
Mike Heckmann
RW Sandhausen
Das Sonntagsspiel bei RW Sandhausen, einem der Favoriten auf die Meisterschaft, endete eigentlich so, wie es alle erwartet hatten. Wobei das Ergebnis von 5622:5478 deutlicher ausfiel, als der Spielverlauf letztlich gewesen ist. „Wenn alle geistig und körperlich im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen wären, dann hätten wir nochmals einen Coup landen können“, kommentierte Manuel Wassersleben. Beflügelt vom Sieg am Vortag legte Carsten Strobach erneut stark los. Sein Partner Andreas Hüttl konnte, etwas gehandicapt, nicht mithalten, so dass Gerhard Gams eingewechselt wurde. Auch er hatte mit seinem Körper zu kämpfen. Gemeinsam erreichte das Duo nur magere 856 Kegel. So betrug der Rückstand gegen Simon Haas und Jens Auer trotz der sehr guten Leistung von Strobach bereits 73 Kegel. Stefan Groß zeigt sich stark verbessert konnte aber nicht verhindern, dass die Wolfsburger weiter in Rückstand geraten sind, da Nico Orschulok keinen guten Tag erwischte. „Überhaupt kein Vorwurf an Nico. Wir können von ihm nicht erwarten, dass er sofort voll einschlägt. Ich bin froh, dass er die Zeit hatte und mit uns mitgefahren ist“, sagte Kapitän Gams im Anschluss. Fabian Kirsch und Christian Cunow nutzten dies. Der Rückstand war auf 84 Kegel angewachsen. Andre Landschädel und Mathais Hähnel versuchten nochmal alles, konnten aber gegen die abgeklärt spielenden Gastgeber Sören Busse und Kai Münch nichts mehr ausrichten. Am Ende stand eine Niederlage, die auf Seiten der Wolfsburger einkalkuliert worden war, auch wenn an einem sehr guten Tag auch hier eine weitere Überraschung möglich gewesen wäre.
Gerhard Gams
KV Wolfsburg