Pressebericht

1. Bundesliga Männer: KSC Frammersbach 1 - SG GH78/GW Sandhausen 1 (5953:6009)




Frammersbach kommt im Schlusssprint zuhause gegen Sandhausen unter die Räder - Sandhausen knackt Bahnrekord

Anfänglich standen die Zeichen für den Neuling der Bundesliga noch auf Sieg, als die Startachse René Appel (1025) und Felix Imhof (1020) die ersten 1000er auf die Bahn legten. Auch Florian Frenzl (1037) reihte sich ein, was weiterhin Zuversicht gab. Aber in der Schlusspaarung legte Sandhausen nochmals einen Zahn zu, so dass Christian Brunner (1055) fast im Alleingang die Hausherren auf die Plätze verwies. Mit 5953:6009 eine hochkarätige und zu jeder Zeit spannende Partie, bei der sich alle Akteure gut präsentiert haben.

Matthias Bieber (Mannschaftssprecher Sandhausen):
„Dass es heute ein hartes Stück Arbeit wird, haben wir uns gedacht, aber dass das Spiel in diese Dimensionen geht, war für uns selbst überraschend. 6000 haben wir noch nicht so oft erreicht, dass wir uns über das Ergebnis riesig freuen. Bis zum Schlusspaar war Frammersbach absolut ebenbürtig. Da wir schon letzte Saison die viertbeste Auswärtsmannschaft waren, sind wir angereist, um zu gewinnen. Wir tun uns auswärts leichter als daheim.“

René Appel (Mannschaftskapitän Frammersbach):
„Wir haben heute ein sensationelles Spiel abgeliefert und mit Abstand das Beste gezeigt, was wir können. Für mehr fehlt uns aktuell etwas Training. Die Gäste haben verdient gewonnen; sie waren zum Schluss etwas cleverer und abgezockter. Wir haben zwar drei Ergebnisse weit unter 100, aber ich mache uns keinen Vorwurf. Mit dieser Leistung werden wir zuhause sicherlich noch zwei oder drei Spiele gewinnen.“

Astrid Herger

Nach dem unglücklich und unnötig verlorenen Derby in Plankstadt, hatte die Truppe der GH 78 Sandhausen eine Woche länger Zeit, sich auf die kommende Aufgabe vorzubereiten. Die Köpfe frei kriegen, war die Devise, die sie auf der Sandhäuser Kerwe auslebten. Doch aller Feierlichkeiten zum Trotz, der fünfte Spieltag stand an und die Konzentration kehrte in die Köpfe der Spieler zurück.
 
Der KSC Frammersbach aus dem Spessart konnte bisher kein einziges Spiel gewinnen und steht daher, mit null Punkten aus vier Begegnungen am Tabellenende. Die Bahnanlage wurde, gegenüber der Vorsaison mehr als nur verbessert. Die bisher erzielten Ergebnisse lagen weit über dem, was Mannschaften dort letztes Jahr auf den Kunststoff brachten. Neugierig auf das unbekannte Geläuf reisten die Gäste, mit dem Mannschaftsbus an und fand eine schöne Anlage vor, die es galt zu bespielen. Im Startpaar taten dies Willi Redlin bei Sandhausen.
 
Willi Redlin und Marco Goldbach, der für Mirko Sveiger ins Team rückte, sowie René Appel und Felix Imhof begannen stark und schnell war erkannt, dass diese Anlage einiges zu bieten hatte. Aus allen Richtungen kamen Kegel teils irrwitzig geflogen und machten aus einer vermeintlich schlechten Kugel doch noch einen guten Wurf. Doch so viel dem Spieler einerseits zu Gute kam, wurde er an anderer Stelle enttäuscht. Marco Goldbach und Felix Imhof warfen beide die „Autobahn“ (linker Bauer, König, rechter Bauer) an. Hier und da verschoben sich Kegel und blieben an komischer Position stehen, ohne auszulösen. Doch ganz so einfach lief die Anlage eben nicht. Auch der Lauf hatte seine Tücken.
 
Willi Redlin und Marco Goldbach (272) begannen beide stark, doch die Gastgeber zeigten keine Nerven und blieben dicht auf den Fersen. Die Gut Holzer Akteure verspielten beide eine vierstellige Zahl, bei Marco Goldbach sogar erst in den letzten sechs Wurf. René Appel und Felix Imhof wussten ihre Chancen zu nutzen und markierten die Führung mit beachtlichen 80 Zählern. Sie setzten gleich zwei Ausrufezeichen. René Appels Warnung, sollte sich bestätigen: Zwei Stunden für 200 Wurf. Bei jedem dritten Wurf verhedderten sich die Kegel in den Seilen und mussten von Hand entwirrt werden.

Ein Duell mit viel Leidenschaft doch der Gast setzte sich erneut durch. Und während Tobias Woll trotz 1005 weiter abgab, da Florian Frenzl (1037) Frammersbacher Bestleistung spielte, konnte Dominik Schulz den Rückstand etwas verkleinern. Sein Gegner Imhof erwischte nur seine letzte Bahn und kam auf 949.
 
Im Schlussduell der Christians (Brunner/Schneider) war es am Ende Christian Brunner, der das Spiel drehte. Schon auf den ersten beiden Bahnen ließ er kein Zweifel daran, dass das Ergebnis nahe oder über dem aktuellen Bahnrekord liegen sollte. Schneider (980) hingegen spielte konstant gut und musste nur vier Zähler gegen Ronald Kirsch (984) abgeben, der zwei gute und zwei mittelmäßige Bahnen hatte. Nach 100 Wurf im Schluss, war die Führung von drei Kegeln endlich auf der Anzeigetafel. Und sie sollte sich dank Christian Brunner weiter ausbauen. Er nahm dem schwachen Kevin Laubach (938) 117 Punkte ab und trug somit maßgeblich zum zweiten Auswärtssieg für Sandhausen bei.
 
Den Einzelbahnrekord verpasste er aber denkbar knapp mit nur einem Holz, spielte 1055, Tagesbestleistung und am Ende der Matchwinner für Gut Holz Sandhausen. Das bedeutete Bahnrekord auf dem neuen Geläuf in Frammersbach. Dieser wird jedoch nicht lange Bestand haben, wenn man sich vor Augen führt,m was auf dieser Anlage möglich ist.

Marco Goldbach

Christian Brunner dominiert die Schlussachse und sichert Punkte und die 6000er-Marke
Photo: SG GH 78/GW Sandhausen


Ergebnisse KSC Frammersbach 1:
René Appel 1025, Felix Imhof 1020, Florian Frenzl 1037, Steffen Imhof 949,
Kevin Laubach 938, Ronald Kirsch 984

Ergebnisse SG GH78/GW Sandhausen 1:
Willi Redlin 971, Marco Goldbach 994, Tobias Woll 1005, Dominik Schulz 1004,
Christian Brunner 1055, Christian Schneider 980

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