Intensives Spiel vor großer Kulisse - Christian Brunner sichert Sandhausen den Sieg
Die SG Fortuna Rodalben ist in der DCU- Bundesliga noch nicht richtig angekommen. Trotz einem furiosen Beginn mit zwei Tausendern durch Karl-Heinz Bachmann und Bernd Rohr drehten die Gäste der SG GH 78/GW Sandhausen das Spiel und gewannen mit 5904:5830 Kegel.
Vor einer stimmungsgeladenen Rekordkulisse ging das Walker-Team ohne den aus familiären Gründen fehlenden Daniel Kudla und einem angeschlagenen Markus Noll mit gedämpften Optimismus ins Spiel. Die Vorahnungen schienen sich zu bestätigen, denn schon im ersten Durchgang in die Vollen konnten Karl-Heinz Bachmann und Debütant Bernd Rohr einen 36-Kegel-Rückstand (312:348) nicht verhindern. Doch kamen im weiteren Verlauf die Fortunen immer besser ins Spiel und hielten im Abräumen glänzend dagegen (184:185). Ausgeglichener das Spiel auf der Folgebahn; die Fortunen wurden immer besser. Unter dem Jubel der Fans drehten Karl-Heinz Bachmann (260)und Bernd Rohr (267) das Spiel in eine 20-Kegel-Führung. Auch die dritte Bahn wurde zur Beute von Rodalben, auf der Bachmann unter ohrenbetäubenden Jubel vom 40.-43. Wurf vier Neuner hämmerte. Da auch Bernd Rohr gegen Schluss der Serie noch zwei „Direkte“ folgen ließ, wurde der Vorsprung auf 51 Kegel ausgebaut, der von Sandhausen trotz einem stürmischen Schlussspurt auf der finalen Bahn um nur einen Kegel reduziert wurde. Der Start war gelungen, da sich Karl-Heinz Bachmann mit 1009 Kegel (612 V/397 A) und Bernd Rohr mit 1031 Kegel (665 V/366 A), seiner persönlichen Bestleistung gegen Mirko Sveiger (1002-648/354) und Willi Redlin (988-643/345) auf gutem Bundesliganiveau behaupteten.
Doch war es im Mittelpaar um die Fortuna-Vorherrschaft geschehen. Zwar spielte Werner Weber über drei Bahnen (230/244/258) gegen Tobias Woll (247/232/254) hervorragend, doch durch seine 215er Schlussbahn zog er mit 947:974 den Kürzeren. Da Florian Semmler einen rabenschwarzen Tag erwischte und mit 898:976 seinem Gegner Dominik Schulz unterlag, gingen die Gäste vor dem Schlussdurchgang mit 45 Kegel in Führung.
Die Fortunen gaben sich nicht geschlagen. Kegel um Kegel wurde durch Andreas Christ und Markus Noll aufgeholt. In einem rassigen Duell mit dem Spitzenspieler Andreas Brunner setzte der Ausnahmespieler Andreas Christ nach 100 Wurf mit 522:516 Kegeln die Akzente. Da auch Markus Noll trotz einem lädierten Rücken sich gegen Marco Goldbach mit 464:441 durchsetzte und sich der Rückstand auf 26 Kegel reduzierte, keimten Hoffnungen auf, die sich aber nicht erfüllten. Sandhausen reagierte, für Goldbach kam Christian Schneider ins Spiel. Zwar reduzierte sich der Rückstand nach dem folgenden Spiel in die Vollen nochmals auf 18 Kegel, doch konterten Christian Brunner und Christian Schneider im Abräumen, so dass der Rückstand der Fortunen auf 42 Kegel anstieg. Auf der letzten Bahn wollte einfach nichts mehr gelingen. Zwar spielte Andreas Christ glänzende 1016 Kegel (662/354), doch konnte sein lädierter Mitspieler Markus Noll mit 929 nicht wie gewohnt dagegen halten. Kaltschnäuzig zogen die Gäste mit dem Tagesbesten Christian Brunner (1040-657/383) immer mehr davon und landeten einen sicheren Sieg.
Andreas Christ (Fortuna-Spielführer):
„Eigentlich bin ich zufrieden, wir haben hervorragend gekämpft, zum Schluss hat die bessere 1. Bundesliga-Erfahrung der Gäste den Ausschlag gegeben. Toll der Einstand von Bernd Rohr.“
Erich Walker (Fortuna-Sportwart):
„Das Ergebnis war nicht schlecht, doch reicht es nicht für die 1. Bundesliga. Es wäre mehr drin gewesen.“
Mathias Biebl (Vorstand der Gäste):
„Super Stimmung, echt bundesligawürdig. Christian Brunner war der Fels in der Brandung und hat den Sieg nach Hause gebracht. Mitentscheidend die Auswechselung von Christian Schneider gegen Marco Goldbach.“
Herbert Striehl

Andreas Christ und Markus Noll im Schlussdurchgang
machtlos gegen die Power von Sandhausen
Bernd Rohr gelang tolles Debut
Photos: Herbert Striehl
