Lokalderby der Extraklasse - Meister Laufach präsentiert sich souverän
Im Lokalderby des Tages begrüßten die Tabellenführerinnen die Drittplatzierten zum heimischen Stelldichein, um die letzten zwei Punkte zu verteilen. Für Haibach legte Claudia Henn 471 Kegel vor, die Vanessa Rausch (456) nur knapp konterte - so gingen die Gäste mit 25 Zählern eine Nasenlänge in Führung. Auch im zweiten Drittel begegneten Marina Rausch (420) und Nicole Ziewitz (455) ihren Gegnerinnen Corinna Schäfer (432) und Caroline Einhäuser (454) auf Augenhöhe, dass die „Wellenkipper“ nur elf weitere Punkte für sich verbuchen konnten. Und obwohl sich Gerda Ott (452) weiterhin gegen die heimstarken Laufacherinnen stemmte, ließen Melanie Waedt (450) und die tagesbeste Nicole Lebert (476) nichts mehr zu und zogen Punkt für Punkt davon, bis schlussendlich 56 Guthabenzähler auf das Konto der Laufacherinnen gingen. Damit behauptete der Tabellenführer seine fehlerfreie Heimbilanz und vergrößerte seinen Abstand zum Tabellenzweiten auf vier Punkte.
Stimmen zum Spiel:
Gerhard Kerpes (Sportwart FC Laufach): „Es war heute ein sehr spannendes Spiel. Sie haben gezeigt, dass sechs Mädels zu einer Mannschaft gehören und nicht nur zwei oder drei. Sie haben hinten die Kohlen noch aus dem Feuer geholt – das hat einfach Spaß gemacht. Wir freuen uns auf die 1. Liga. Es ist uns klar, dass wir zu Hause nicht alles gewinnen können, aber das eine oder andere Spiel sicherlich schon, und ich bin zuversichtlich, den Klassenerhalt schaffen zu können.“
Reinhold „Paule“ Fleckenstein (Coach FC Laufach): „Es ging heute für uns und auch für Haibach um nichts mehr, der erste und dritte Platz standen klar fest. Ich bin super zufrieden mit unseren Mädchen, sie haben eine tolle Runde gespielt. Schon immer habe ich daran geglaubt, dass sie in die 1. Bundesliga kommen. Ich weiß, dass es sehr schwer wird, sich zu halten, aber das probieren wir einfach.“
Volker Ziewitz (Coach FC Laufach): „Die Mädels haben auch heute wieder das gezeigt, was sie über die ganze Saison gebracht haben. Sie haben konstant gespielt, und wenn sie hinten lagen, haben sie sich immer wieder heran gekämpft. Das zeichnet diese Mannschaft aus: eine konstante Leistung, jeder kämpft für jeden und der absolute Wille, dieses Jahr die erste Liga zu erreichen – ohne Relegation. Das haben sie konsequent durchgezogen und darauf können wir stolz sein.“
Gerda Ott (Mannschaftsführerin TV Haibach): „In Laufach haben wir noch nie gewonnen, von daher haben wir uns heute nicht viel ausgerechnet. Uns hat es selbst überrascht, dass wir bis auf die letzen 50 Wurf geführt haben, aber am Ende hat es nicht sollen sein. Trotz vieler Verletzter haben wir eine super Runde gespielt und hätten nicht gedacht, doch so weit oben mitzuspielen. Wir selbst hatten uns weiter unten in der Tabelle gesehen, von daher sind wir super zufrieden.“
Florian Blank (Trainer TV Haibach): „Es war ein sehr schönes, hochklassiges Spiel. Leider hat es am Ende für uns nicht mehr gereicht, aber zumindest haben wir Laufach fast 600 Kugeln lang etwas geärgert. Wir gönnen ihnen die verlustpunktfreie Heimspielserie und konzentrieren uns ab jetzt auf die neue Saison.“
Heike Biewer (TV Haibach): „Obwohl wir heute verloren haben, haben wir trotzdem einen guten Grund zu feiern: der dritte Platz in der 2. Bundesliga ist für den TV Haibach die erfolgreichste Platzierung in der Vereinsgeschichte.“
Astrid Herger
Laufach schreibt Vereins- und Ortsgeschichte - die Meisterschaft wird gebührend gefeiert.
Bilder: Astrid Herger
