DSKC nun im Titelzweikampf mit Mörfelden - Gerolsheim mit deutlicher Auswärtsniederlage
Nach dem 19. Spieltag der Frauen-Bundesliga ist eines klar: Nur noch der DSKC Eppelheim und der KSC Mörfelden kommen für den deutschen Meistertitel in Frage. Titelverteidiger KSC Mörfelden deklassierte den Tabellendritten Kegelfreunde Obernburg mit 2895:2686 und bleibt zwei Zähler hinter Spitzenreiter DSKC Eppelheim, der TuS Gerolsheim mit 2807:2700 schlug. Obernburg ist aus dem Rennen. Bis auf Jutta Jones, die sehr schlecht abräumte (129), zeigten die Eppelheimerinnen eine gute Leistung. Jones verlor gegen die beste Gerolsheimerin Tina Wagner (476) 47 Kegel. Doch das machten Natalie Lacher und Martina Raab (189 im Abräumen) wieder wett. Mit 24 Kegeln Vorsprung ging das Schlusstrio auf die Bahnen. In die Vollen hielt Gerolsheim jederzeit mit, aber im Abräumen war Eppelheim viel stärker. Jana Wittmann glänzte in die Vollen (331) und wurde mit 492 Kegeln Tagesbeste. „Mit unserem Gesamtergebnis können wir zufrieden“, sagte sie. Eine gewisse Nervosität wollte sie nicht von der Hand weisen. „Jetzt in der Endphase sind wir nicht mehr so cool und sind vor den Spielen nervöser als zuvor“, so Wittmann. Mörfelden hat zwar das einfachere Restprogramm, aber „wir wollen den Titel unbedingt“ (Wittmann).
Das Restprogramm der Titelkandidaten, DSKC: SG DKC/KSC 81 Hockenheim (h), Rot-Weiß Walldorf (a), SG BW/GH Plankstadt (h); Mörfelden: Vollkugel Ettlingen (h), TuS Gerolsheim (a), Rot-Weiß Walldorf (h).
In das Spiel über sechs Bahnen starteten Lisa Köhler (443 Kegel) und Franziska Beutel (446) sowie Tina Wagner (476). Lisa Köhler und Franziska Beutel erledigten ihre Aufgaben auf den ersten beiden Bahn gut, verloren aber im zweiten Durchgang den Faden und konnten ihre Leistungen nicht bestätigen. Tina Wagner kam aufgrund einer Schulterverletzung nicht gut ins Spiel und musste vor allem in die Vollen einige Kegel liegen lassen. Auf der zweiten Bahn biss sie dann nochmal die Zähne zusammen und schaffte es am Ende mit 476 Kegeln auf das Mannschaftsbestergebnis. Das Starttrio übergab damit einen Rückstand von gerade einmal 24 Kegeln an das Schlusstrio. Die Partie war also noch vollkommen offen.
Sabine Beutel (450), die für Bianka Wittur in die Mannschaft nachrückte, Michaela Biebinger (436) und Dana Schmitt (449) reichte es am Ende nicht, um die Gastgeberinnen schlagen zu können. Bereits auf der ersten Bahn deutete sich an, dass es nicht leicht werden würde, hier noch etwas zu gewinnen, denn vor allem Dana Schmitt hatte Probleme in ihr Spiel zu finden, so dass der Rückstand anwuchs. Der Sieg für Eppelheim fiel deutlicher als erwartet aus. Vor allem im Abräumen (855 mit 33 Fehlern) war Gerolsheim zu schwach. „Wir haben das Spiel eindeutig ins Abräumen verloren. 33 Fehlwürfe sind definitiv zu viel. Zum Teil ist das vielleicht auf die ungewohnten Plattenbahnen zurückzuführen, aber nicht nur. Das darf nicht passieren. Jetzt müssen wir in den letzten drei Spielen nochmal Gas geben“, sagte Tina Wagner.
Michael Rappe/Lisa Köhler