Mörfelden erneut mit überzeugender Mannschaftsleistung - Miesau-Brücken hält lange mit
Zum zweiten Heimspiel des Jahres 2015 empfing der KSC Mörfelden die Spielerinnen von SG Miesau-Brücken. Der Aufsteiger tut sich sichtlich schwer in der höchsten Spielklasse und rangiert auf dem letzten Tabellenplatz. Eigentlich klare Vorzeichen für das Spiel, aber der angeschlagene Boxer ist meist gefährlicher als man ihn erwartet. So ging der KSC mit Samantha Weichwald, Nicole Lorenz und Ricarda Keßler hochkonzentriert ans Werk. Weichwald konnte leider die tolle Form aus Karlsruhe nicht mit in die Keglerklause nehmen und blieb bei 431 Kegeln hängen. Ihre Gegenspielerin Monika Hirsch glänzte vor allem im Spiel auf die Vollen und kam auf 465 Kegel (339 in die Vollen). Nicole Lorenz kam, trotz einer zwischenzeitlichen Verletzungspause, auf sehr gute 484 Kegel und holte gegen Sarah Mang (458) viele verlorene Kegel zurück. Ricarda Keßler zeigte ihr wohl bestes Heimspiel in der bisherigen Saison und brachte 489 zu Fall. Ihre junge Gegenspielerin Ann-Kristin Guth versuchte zwar alles, zog am Ende aber dennoch knapp mit 486 Kegeln den Kürzeren. So hatte Mörfelden nach den ersten drei Spielerinnen einen Rückstand von fünf Kegeln.
Diesen Rückstand noch in einen Sieg zu drehen, war Aufgabe des Schlusstrios mit Christina Williamson, Sonja Lehr und Alina Dollheimer. Williamson wurde an diesem Sonntag für ihre harte Trainingsarbeit belohnt und konnte das erste Mal etwas Zählbares aus ihrem Spiel mitnehmen. Mit 503 Kegeln dominierte sie ihre Gegnerin Ramona Brych (436) von Beginn an und konnte 67 Kegel für ihr Team herausspielen. Sonja Lehr kam, geplagt von einer Erkältung, auf ordentliche 473 Kegel und musste Nathalie Brych (475) nur knapp ziehen lassen. Alina Dollheimer setzte ihren Aufwärtstrend weiter fort und erzielte erneut einen 500er. Mit 502 Kegeln ließ sie, genau wie Christina Williamson, ihrer Gegenspielerin Elvira Guth (448) keine Chance und baute den Vorsprung weiter aus. So endete ein zu Beginn von Spannung geprägtes Spiel doch sehr deutlich zu Gunsten des KSC Mörfelden. Vor allem im Abräumen konnten die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Ricarda Keßler mehr als überzeugen. Das Endergebnis von 2882:2768 war auch in der Höhe mehr als verdient.
Miesau-Brücken kam gut in die Gãnge und überraschte Mõrfelden mit einer Halbzeitführung von fünf Kegeln. In der zweiten Dreierformation kam die SG total aus der Spur. Lediglich Nathalie Brych konnte ihrer Gegnerin Paroli bieten und ganze zwei Kegel gut machen. Da Mõrfelden mit zwei supertollen Ergebnissen von Alina Dollheimer und Christina Willamson den Endspurt hinlegte, musste sich Miesau-Brücken am Ende doch klar geschlagen geben.
Alina Dollheimer/Monika Hirsch