Karlsruhe verlässt die Abstiegsplätze - Hockenheim darf sich noch nicht sicher fühlen
Mit einem Sieg über Hockenheim schafft Karlsruhe erst einmal wieder den Sprung raus aus der Abstiegszone. Es bot sich in Karlsruhe kein wirklich hochkarätiges Spiel. Beide Mannschaften agierten zu Beginn recht nervös. Allen voran Sybille Vogt (417), der einfach nichts gelingen wollte. Die Hockenheimerinnen Rebecca Engelhardt (421) und Birgit Kaschka (431) wussten auf den ungewohnt schwerfälligen Bahnen ebenfalls nicht zu überzeugen. Einzig Stephanie Lepold (464) zeigte ein achtbares Ergebnis in der Startbegegnung.
Die darauffolgende Paarung brachte aus Zuschauersicht keine wirkliche Verbesserung. Weiter war das Spiel von Kampf und Nervosität geprägt. Man merkte hier jedem die Angst vor einer Niederlage an. Keine Mannschaft wusste die Schwäche der anderen entscheidend auszunutzen. Hockenheim wechselte im zweiten Durchgang gar aus. Für die glücklose Sabine Klein durfte Sarah Kraus ins Spiel. Zusammen erzielten sie 388 Kegel. Martina Lehr dagegen zeigte mit 468 Kegeln das beste Resultat der Gäste an diesem Spieltag. Mit kompakter Leistung verdoppelten Alexandra Plaul (446) und Nadine Lösch (440) die Führung dennoch auf 59 Kegel.
Die letzte Paarung bot schließlich noch mal ein höheres Niveau. Im ersten Durchgang egalisierten sich beide Seiten fast, ehe auf der letzten Bahn Melanie Berger (468) und Manuela Özdal (483) mit zusammen fast 500 Kegeln die Führung gegen Yvonne Schränkler (455) und Martina Lamade (448) beinahe abermals verdoppelten. Nach dem Spiel meinte die sichtlich erleichterte Karlsruher Mannschaftsführerin Sybille Vogt: „Ich bin froh, dass es noch fünf andere Spielerinnen in der Mannschaft gibt, die mein schwaches Ergebnis heute ausglichen. Mit dem wichtigen Sieg reicht es vielleicht wieder für den Relegationsplatz." Er reichte sogar für einen Platz mehr.
Durch die Niederlage gerät Hockenheim noch einmal in Abstiegsgefahr. „Das Heimspiel gegen Ettlingen in zwei Wochen müssen wir nun unbedingt gewinnen“, sagte Birgit Kaschta.
Olaf Berger/Michael Rappe