Ein Kegel entschied - Gerolsheim verliert unglücklich in Hockenheim
Ein spannendes und kurioses Spiel erlebten die Zuschauer im Fortuna Center von Hockenheim zwischen der SG DKC/KSC 81 Hockenheim und TuS Gerolsheim. Nach Ende der Partie war nicht genau klar, wer gewonnen hatte. Gerolsheim jubelte zunächst, die Anzeigetafel entsprach nicht ganz dem wahren Verlauf. Erst drei Minuten nach dem letzten Wurf, als Birgit Kaschta den Computerausdruck genau überprüft hatte, stand der hauchdünne 2712:2711-Erfolg der Hockenheimerinnen fest. Die Nervenstärke von Yvonne Schränkler war entscheidend. Sie hatte vor ihrem letzten Wurf einen Kegel stehen und somit den Druck, diesen zum Sieg treffen zu müssen. Hockenheim zeigte große Schwächen beim Abräumen. Birgit Kaschta wurde nach 60 Wurf gegen Rebecca Engelhardt ausgewechselt, aber auch Sarah Kraus (acht Fehler) und Sabine Klein (zehn) spielten schwach. Martina Lehr glänzte mit 509 Kegeln, auch Martina Lamade bewies Spiel- und Nervenstärke. Gerolsheim war geschlossener, aber am Ende „siegte der Glücklichere“ (Kaschta).
Am 13. Spieltag waren die Frauen vom TuS Gerolsheim in Hockenheim zu Gast. Beim Spiel über sechs Bahnen machten nach einer kleinen Mannschaftsumstellung Lisa Köhler, Franziska Beutel und Susanne Keppler den Anfang. Auf der ersten Bahn kam lediglich Lisa Köhler gut ins Spiel (247 Kegel). Da auf Gastgeberseite aber auch nicht alles rund lief, war mit nur einem Kegel Rückstand noch alles offen. Auf der zweiten Bahn fanden auch Susanne Keppler und Franziska Beutel besser ins Spiel, sodass am Ende 469 Kegel (Lisa Köhler), 430 Kegel (Franziska Beutel) und 466 Kegel (Susanne Keppler) zu Buche standen.
Mit einem hauchdünnen Vorsprung von sechs Kegeln gingen Dana Schmitt, Tina Wagner und Michaela Biebinger an den Start. Die erste Bahn konnten die Gegnerinnen für sich entscheiden und ihrerseits einen hauchdünnen Vorsprung von vier Kegeln herausspielen. Somit würden die letzten 50 Wurf das Spiel nun entscheiden. Dana Schmitt und Michaela Biebinger hatten schwer mit sich zu kämpfen und ließen einige Kegel liegen. Da auf gegnerischer Seite Sabine Klein aber nur schwache 196 Kegel dagegensetzen konnte, war noch nichts verloren. Tina Wagner spielte eine sehr gute zweite Bahn (254 Kegel) und hielt somit ihre Gegnerin in Schach. Am Ende waren es 449 Kegel (Dana Schmitt), 484 Kegel (Tina Wagner) und 413 Kegel (Michaela Biebinger) auf Gerolsheimer Seite. Nachdem alle Kugeln gespielt waren, war die Spannung allerdings noch nicht zu Ende. Aufgrund des fehlenden Mannschaftszählwerks wusste Gerolsheim lange nicht, wer nun eigentlich der Sieger des Spiels war. Mit dem offiziellen Endergebnis kam dann aber die traurige Gewissheit. Der Endstand lautete 2712:2711, mit nur einem Kegel mussten sich die Pfälzerinnen geschlagen geben.
„Natürlich sind wir enttäuscht, dieses wichtige Spiel so denkbar knapp zu verlieren. Wir hatten eine geschlossenere Mannschaftsleistung und waren vermutlich an diesem Spieltag die bessere Mannschaft. Am Ende hat uns das nötige Glück gefehlt, um die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Michael Rappe/Lisa Köhler