Herzschlagfinale im Derby aller Derbys - Alina Dollheimer reißt das Ruder herum
Am vergangenen Wochenende kam es zwischen Rot-Weiß Walldorf und dem KSC Mörfelden zum Derby aller Derbys. Der Zuschauerraum in Walldorf war bis auf den letzten Platz gefüllt, was auch daran lag, dass im Anschluss an die ersten Mannschaften jeweils die zweiten Mannschaften aufeinander treffen sollten.
Für den KSC Mörfelden eröffneten Samantha Weichwald und Nicole Lorenz die Partie. Weichwald begann fulminant auf ihrer ersten Bahn und nahm Martina Cezanne bereits einige Kegel ab. Doch auf der zweiten Bahn wendete sich das Blatt, und Martina Cezanne kam Kegel für Kegel an Samantha ran. Mit 442:438 entschied Samantha Weichwald das Duell mit vier Kegeln knapp für sich. Nicole Lorenz bot an diesem Tag die beste Vorstellung aller Spielerinnen. Mit 464 Kegeln gelang ihr gegen Silke Vollgraf der Partiebestwert, und sie konnte wichtige 26 Kegel Vorsprung herausspielen.
Im Mittelpaar spielte Christina Williamson gegen Sandra Schäfer-Alvarado und Ricarda Keßler gegen Sigrid Cezanne. Williamson konnte die aufsteigende Form aus der Vorwoche leider nicht mit ins Derby nehmen, bei ausbleibendem Keglerglück blieb sie bei 409 Kegeln hängen. Sandra Schäfer-Alvarado nutzte dieses Ergebnis sofort aus und gewann für Walldorf 29 Kegel zurück. Ricarda Keßler, nach wie vor angeschlagen, konnte im Duell der Mannschaftsführerinnen die Nase vorne behalten und gewann mit 419:408. So konnte ein Rückstand nach dem Mittelpaar verhindert werden.
Mit einem Vorsprung von 12 Kegeln wurden für Mörfelden Sonja Lehr und Alina Dollheimer auf die Bahnen geschickt. Ihre Gegenspielerinnen Yvonne Cezanne und Melanie Tron hatten, angesichts des knappen Rückstandes, noch nicht aufgegeben. Sonja Lehr nutzte die Verletzung von Yvonne Cezanne aus und machte mit 438:418 20 Kegel gut. Allerdings fand Alina Dollheimer zu keiner Zeit zu ihrem Spiel, so dass Melanie Tron bereits nach den ersten 50 Kugeln mit 32 Kegeln davongezogen war. Das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt zu Gunsten von Walldorf zu kippen, denn auch in die Vollen auf der zweiten Bahn bot Alina Dollheimer keine gute Leistung. Durch geschicktes Ausnutzen der langsam laufenden Zeit konnte sich Alina Dollheimer im Verlauf der letzten 50 Kugel zurückfallen lassen. So hatte Mörfelden am Ende noch einige Kugeln zu spielen, als Rot-Weiß bereits fertig war. Diese Kugeln nutzte Alina Dollheimer aus, um zu zeigen, was tatsächlich in ihr steckt. Mit einem klasse Schlussspurt riss sie das Ruder doch noch herum. Melanie Tron erzielte dabei, ebenfalls angeschlagen, 455 Kegel. Alina Dollheimer steigerte sich noch auf 439 Kegel. Mit 2595:2611 ging ein von Beginn an spannendes Derby in einem Herzschlagfinale zu Ende.
Alina Dollheimer