Germania tut sich schwer - Miesau-Brücken bleibt sieglos am Tabellenende
Mit dem punktlosen Tabellenschlusslicht als Gast standen die Germania-Frauen vor einer vermeintlich leichteren Aufgabe. Jedoch gestaltete sich das Spiel lange Zeit offen. Die Karlsruherinnen überzeugten nicht ganz so wie noch in den beiden Spielen zuvor und taten sich schwer auf ihren eigenen Bahnen. Entschieden wurde die Partie eigentlich erst im letzten Durchgang, da die Gastgeberinnen hier einfach das sicherere Spiel zeigten und die Pfälzerinnen keine Akzente mehr setzen konnten.
Das Startduo der Germania hieß wie zuletzt Alexandra Plaul und Sibylle Vogt. Plaul wirkte in diesem Spiel souveräner als noch in den letzten Heimspielen und erzielte 453 Kegel. Ihre Gegnerin Regine Michel konnte nur in die Vollen mithalten und hatte so mit 416 Kegeln deutlich das Nachsehen. Sibylle Vogt konnte gar nicht an ihre bisherige bekannte Heimstärke anknüpfen. Mit nur 429 Kegeln musste sie der im Spielverlauf immer stärker werdenden Ann-Kristin Guth einige Kegel überlassen. Das ergab schließlich eine doch unerwartete Führung der Gäste von fünf Kegeln.
Im Mittelpaar hatte Birgit Klein sehr im Abräumen zu kämpfen und leistete sich zudem noch einige Fehlwurf. Dieses spiegelte sich auch in ihrem Endergebnis von 400 Kegeln wider. Sarah Mang, ihre Gegenspielerin, konnte das aber mit ihren 438 Kegeln nicht entscheidend ausnutzen, denn auf den anderen Bahnen zeigte Nadine Lösch im Abräumen eine tolle Leistung und machte mit 481 gegen die 420 Kegel von Monika Hirsch genug wett, um in Führung zu gehen.
Mit 18 Kegeln Vorsprung ging das Schlusspaar Melanie Berger und Manuela App auf die Bahnen. Melanie Berger haderte fast schon wie gewohnt daheim mit ihrer Anfangsbahn. Nach schwachem Vollespiel fand sie aber in die Spur und räumte anschließend überragend. Diesen Schwung nahm sie auch auf ihre bessere Bahn mit und erzielte am Ende mit 482 die Tagesbestleistung, die sie hauptsächlich ihrem starken Räumergebnis von 187 Kegeln zu verdanken hatte. Allerdings hielt Elvira Guth mit ihren 470 Kegeln noch ordentlich dagegen. Manuela App machte ihre Sache nicht viel schlechter als ihre Mannschaftskollegin und lieferte 466 Kegel ab. Ramona Brych dagegen fand nicht so recht ins Spiel und erkämpfte sich lediglich 427 Kegel. Trotz durchwachsener Leistung reichte es den Gastgeberinnen letztendlich zum Sieg, worüber Mannschaftsführerin Sibylle Vogt nach dem Spiel sichtlich erleichtert schien. Miesau-Brücken muss weiterhin auf die ersten Punkte in der 1. Bundesliga warten.
Olaf Berger