Obernburg zu stark für die Aufsteiger - Miesau letztlich chancenlos
Nach der unglücklichen Auswärtsniederlage in Hockenheim präsentierten sich die Obernburger Kegelfreundinnen in prächtiger Form und deklassierten den Aufsteiger von der SG Miesau/Brücken mit sage und schreibe 104 Kegeln. Im ersten Abschnitt sah es noch nicht nach einem Kantersieg aus, zumal die Miesauerinnen mit knappen 23 Guten in Front zogen und man schon das Schlimmste befürchten musste. Eine durchaus mögliche Vorentscheidung vermied die talentierte Julia Hock mit hervorragenden 466 Kegeln. Doch im Anschluss schlug die große Stunde der Spielgestalterin Bianca Schneider, die Sportkegeln wie aus dem Lehrbuch demonstrierte und mit imposanten 502 Kegeln die 500er-Traummarke übertreffen konnte. Auch die Geschwister Ute Hock und Elke Matheis wussten mit bärenstarken 463 bzw. 451 Kegeln zu gefallen, so dass die Gäste nurmehr neidlos Beifall zollen konnten. Diese Topform gilt es zu kompensieren, dann ist auch am kommenden Sonntag bei den Riederwälder Falkeneck-Frauen ein weiterer Zweipunktepack nicht von der Hand zu weisen.
Nach der unglücklichen Heimniederlage fuhren die Misauerinnen zum Titelfavoriten nach Obernburg, wo bekanntlich die Trauen sehr hoch hängen.
Zu Beginn des Spiels erarbeiteten wir uns einige Vorteile, womit das Starttrio Hirsch, R. Brych und E. Guth überraschend mit 25 Kegeln in Front lag. Die Obernburgerinnen setzen sich im Schlusstrio jedoch erfolgreich zur Wehr, während die wir vergeblich gegen diesen Ansturm ankämpften, der uns keine Luft zum Atmen ließ. A.-K. Guth fand nicht ins Spiel und konnte gegen eine überragend aufspielende B. Schneider nichts entgegen setzen. S. Mang leistete ihrer Gegnerin kaum Gegenwehr und so konnte N. Brych nur zur Ergebniskorrektur beitragen – somit ging das Spiel sprichwörtlich in die Hose.
Heinrich Pröpster/Monika Hirsch