Furiose Erstligapremiere von Hockenheim - Obernburg reicht starke Abräumleistung nicht
„Wir sind einfach glücklich, das ist ein Klassestart!“ Birgit Kaschta, Spielerin und Pressewartin von Bundesliga-Neuling SG DKC/KSC 81 Hockenheim, war restlos begeistert. Mit 2810:2776 gegen den deutschen Vizemeister KF Obernburg ist den Hockenheimerinnen die Erstliga-Premiere vortrefflich gelungen. Und Kaschta konnte auch mit der eigenen Leistung sehr zufrieden sein. 477 Kegel sind mit das beste Ergebnis seit einem Jahr. Es war ein hochklassiges, spannendes Spiel, wozu Obernburg sehr viel beitrug. Die Gäste waren nämlich im Abräumen klasse und erzielten mit Ute Hock (490), Verena Hock (484) und Bianca Schneider (474) überdurchschnittliche Ergebnisse. Sie hielten bis zum Schluss mit und sorgten für Spannung. Und Spannung ist den Hockenheimerinnen nach den Jahren des Durchmarsches eher fremd. Doch trotz verständlicher leichter Nervosität vor der Partie behielten sie die Ruhe und waren auf den Punkt da. Selbst Rebecca Engelhardt überzeugte bei ihrem Erstligadebüt mit ansprechenden 435 Kegeln. Das Hockenheimer Schlusstrio sorgte dann für die Glanzpunkte. Yvonne Schränkler hatte am Donnerstag im Training sagenhafte 560 Kegel erzielt, gestern waren es ebenfalls hervorragende 498. Martina Lamade war mit 519 Kegeln „Spitze“. In dieser Verfassung wird Hockenheim manchem Gegner das Fürchten lehren.
Die Obernburger Kegelfreundinnen wussten um die Schwere der Auswärtsaufgabe beim Oberhaus-Aufsteiger von DKC Hockenheim und gingen die Partie mit Elan an, als nach dem Eröffnungstrio ein Vorsprung von 15 Kegeln zu Buche stand. Hierbei brillierte das Eigengewächs Verena Hock mit mustergültigen 484 Kegeln. Das Schlusstrio war auf beiden Seiten hochkarätig besetzt. Doch zum Schluss legten sich die mächtig motivierten Badenerinnen ins Zeug und schafften mit hochkarätigen Vorstellungen doch noch das Happy End. Bei den Gästen überragte die Routinierin Ute Hock mit großartigen 490 Kegeln, ohne aber den Misserfolg vermeiden zu können.
Michael Rappe/Heinrich Pröpster