Herbstmeister Blau-Gelb Nußloch - Der Neuling strebt mit großen Schritten der Bundesliga entgegen
Am Samstag kam es zum Spitzenspiel der 2. Bundesliga Süd zwischen dem Tabellenzweiten Viernheim und dem Tabellenführer Nußloch. Auf Nußlocher Seite begann Patrick Nikisch (911)und Sven Wacker (933). Beide Nußlocher Spieler kamen zu Beginn nicht in Fahrt, sodass Blau-Gelb von Anfang an einem Rückstand hinterher lief. Erst auf den letzten beiden Bahnen fingen sich beide etwas und der Rückstand hielt sich in Grenzen.
Im Mittelpaar gingen nun Andreas Mahl (896) und Erik Schielicke (1012) auf die Bahn. Andreas Mahl zeigte ein gutes Vollespiel, allerdings war seine Abräumleistung katastrophal, was ihm am Ende ein Ergebnis unter 900 Kegeln einbrachte. Erik Schielicke spielte alle vier Bahnen sehr stark, die ihm die Tagesbestleistung einbrachte. Da Viernheim sehr gut dagegen hielt, blieb der Rückstand mit 59 Kegel doch beachtlich.
Das Schlusspaar Thomas Olson und Christian Paul mussten nun irgendwie versuchen den Rückstand aufzuholen. Es entwickelte sich ein spannungsgeladenes Finale. Nach den ersten 50 Wurf holten die Nußlocher Spieler sieben Kegel zurück, auch auf der zweiten Bahn gelang es, wieder etwas an Boden gut zu machen. Auf der dritten Bahn drehte dann Viernheim auf, Mario Frank spielte sagenhafte 187 Kegel in die Vollen und beendete die Bahn mit 279 Kegeln. Thomas Olson räumte im dritten Durchgang Weltklasse und gab gegenüber Mario Frank lediglich vier Kegel ab. Auf der andren Bahn spielte Christian Paul konstant sein Spiel und holte damit Kegel um Kegel von Ernst Engel zurück.
Sechs Kegel minus waren es vor dem letzten Durchgang. Man merkte, dass Nußloch unbedingt gewinnen wollte. Beide Spieler kämpften um jeden Kegel, was sich am Ende auszahlte. Thomas Olson (1006) und Christan Paul (1004) drehten das Spiel und Nußloch gewann knapp, aber verdient mit 19 Kegeln Vorsprung. Nach der letzten Kugel stürmten alle Nußlocher Spieler die Bahnen und lagen sich in den Armen. Am Ende hieß es: „Herbstmeister nur die BGN, nur die BGN…..“
Jens Bachert