SG Kelsterbach sichert Klassenerhalt mit knappem Sieg gegen den Tabellenzweiten - Erwartet schweres Heimspiel
Im vorletzten Heimspiel in dieser Saison musste man sich gegen den Tabellenzweiten aus Bockenheim zur Wehr setzen. Während Frankfurt gewinnen wollte, um dem Tabellenführer auf den Fersen zu bleiben, beabsichtigten die SG’ler mit einen Sieg sich endgültig der Thematik des Abstiegs zu entledigen. Auf den durch Elio Leone wie immer perfekt präparierten Bahnen durfte man unter diesen Voraussetzungen also einen packenden Wettkampf und tolle Ergebnisse erwarten.
Die Gäste ließen sich auch nicht lange bitten, denn bereits auf der ersten Bahn erzielte Alexander Axthelm mit sagenhaften 285 Kegeln (160 Volle, 125 Abräumen) die beste Bahn des Tages und einen neuen Bahnrekord auf Bahn fünf. Somit konnte der Favorit gleich ein Zeichen setzen und den Kelsterbachern erst einmal einen kleinen Schrecken einjagen. Doch die Hausherren ließen sich nicht nachhaltig beeindrucken und holten Bahn für Bahn auf. So lieferte der nach krankheitsbedingter Pause erstmals wieder angetretene Michael Lechelt (957 Kegel) auch gleich das Tagesbestergebnis ab, aber auch Maximilian Seib (953), zeigte eine gute, fehlwurffreie, Vorstellung. Am Ende des Mittelpaares lag Kelsterbach mit 30 Kegeln knapp in Führung und hatte dem ersten Angriff pariert.
Im Mittelpaar agierten beide Teams auf Augenhöhe, man schenkte sich nichts, aber leistete sich auch auf beiden Seiten einige Unkonzentriertheiten. Es gab eine Menge Chancen sich abzusetzen, doch keiner der Akteure konnte die Gelegenheiten zum eigenen Vorteil nutzen, zu unkonstant waren die gezeigten Abläufe. Dadurch blieb das Spiel aber auch spannend und jeder Ansatz zu einer guten Serie wurde überschwenglich bejubelt. Am Ende des Mittelpaares hatten die zeitweise etwas glücklosen Holger Dama (917) und Frank Hoffmann (907) den Vorsprung bis auf zwei Kegel verteidigen können und somit blieb auch die Schlussphase spannend, wie selten.
Nachdem die SG’ler auf der ersten Bahn leichte Vorteile herausspielen konnten, kamen die Gastgeber mit der zweiten Bahn noch einmal mächtig auf. Doch hier hielt Richard Op de Hipt mit 261 Kegeln dagegen und verhinderte so, dass die Frankfurter in Führung gingen. Im dritten Durchgang bekam Kelsterbach nun seinerseits etwas Oberwasser, weil Hartmut Rauch, Spieler der Gäste, etwas mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte.
Und auch im letzten Durchgang ging es nochmals hoch her und der FB KSC kam tatsächlich nochmal etwas heran. Dann noch eine Schrecksekunde, als der bis hierhin gut aufgelegte Richard Op de Hipt (890) sich verletzte und 16 Wurf vor Schluss verletzungsbedingt aufgeben musste. Doch der für ihn eingewechselte Dirk Gerstenberger machte seine Sache gut und war vom Fleck weg direkt in der Partie. Mit ihm ackerte Markus Heller (912), der sich nach einem Tief im zweiten Durchgang wieder fing und sich immer wieder herankämpfte. Dieser zu keiner Zeit sichere, aber für Kelsterbach so wichtige Sieg, bedeutete den sicheren Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga. Frankfurt dagegen hat jetzt keine direkte Möglichkeit mehr zum Aufstieg und muss auf die Relegationsspiele zur ersten Bundesliga hoffen.
Frank Hoffmann