Mit Saisonbestleistung startet Rodalben in die Elite-Liga - Völlig gebrauchter Tag für Darmstadt
Dank eines kontinuierlich starken Saisonverlaufs haben die Akteure der SG Fortuna Rodalben ihr Ziel erreicht und den größten Erfolg in ihrer 62jährigen Clubgeschichte erzielt. Nach dem grandiosen 5941:5511 Heimsieg über die KSG Darmstadt und Saisonbestleistung steht das Team einen Spieltag vor dem Saisonende als Meister und Bundesliga-Aufsteiger fest.
Große Aufregung vor dem Spiel. Fast wäre es am vergangenen Samstag „ins Wasser gefallen“, da die Technik auf Bahn 1 streikte und der Schaden trotz massivem Einsatz nicht behoben werden konnte. Da es sich um den vorletzten Spieltag handelte und kein Ausweichtermin vor dem letzten Spieltag kommenden Samstag mehr zur Verfügung stand, wurde nach Rücksprache mit dem Ligenleiter Bernd Strauch und dem Gegner beschlossen, das Spiel über drei Bahnen durchzuführen.
Nach Auslosung eröffneten die Fortunen Karl-Heinz Bachmann und Florian Semmler mit dem Darmstädter Christian Barnetz die Partie. Gewohnt sicher begann Bachmann und lag mit 253 Kegeln auf Tausenderkurs, dieser geriet jedoch durch 223 auf der Folgebahn in Gefahr. Doch der Oldie besitzt eine Kämpfernatur. Auf 150/108 = 258 ließ er 162/108 = 270 folgen, mit denen er zu vielumjubelten 1004 Kegeln (635 V/369 A) gelangte. In diesem Bereich bewegte sich auch Florian Semmler, der nach drei Bahnen mit 245/254/257 noch besser als Karl-Heinz Bachmann lag. Doch kurz vor Schluss ein Anwurf auf die Mitte mit einem unglücklichen Räumen und verpasste mit 996 Kegeln (651/345) hauchdünn die Traummarke. Etwas abseits dieser Topleistungen bewegte sich deren Gegner Barnetz aus Darmstadt, der mit 935 Kegeln aufwartete.
Der folgende Durchgang mit dem Fortunen Werner Weber und den Darmstädtern Andreas Schmitt/Tobias Rieß sollte den Ergebnisverlauf übersichtlicher gestalten. In diesem sorgte der Gäste-Top-Spieler Andreas Schmitt für etwas Unruhe unter den Rodalber Fans, da er mit 1031 (640 V/391 A) erwartet gut aufspielte. Da der immer zuverlässige Werner Weber an diesem Tag schwächelte und sein Gegner Tobia Rieß mit 938 überraschte, betrug der Vorsprung nach der Hälfte nur 14 Kegel. Schon im drauffolgenden Abschnitt erhellten sich die Gesichter der Fortuna-Fans wieder, denn ihre Ausnahmekönner Markus Noll und Daniel Kudla waren beide mit 233 Kegeln hellwach ins Spiel gegangen. Im weiteren Verlauf folgte unter den Anfeuerungsrufen der Fortuna-Fans ein wahres Feuerwerk. Über 275/241/269 erzielte Markus Noll mit 1018 Kegeln (642 V/376 A) einen weiteren Tausender. Trotz großartigem Auftritt war dies Daniel Kudla nicht vergönnt, doch über 261/241//249 Kegeln erzielte er mit 984 (646 V/376 A) ein Spitzenergebnis. Beeindruckt von dem „Trommelfeuer“ der beiden Fortuna-Asse stand Jacek Kalanowski auf verlorenem Posten und kam nur auf 887 Kegel, wodurch in der Hochrechnung der Fortuna-Sieg nicht mehr aus den Händen zu nehmen war. Und so kam es auch: Der Top-Leader der 2. Bundesliga Andreas Christ beseitigte mit seinem gewohnt druckvollem Spiel alle Zweifel, da er mit 236/261/273/251 = 1021 (648 V/373 A) seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis stellte. Da blieb dessen Gegner Christian Krumbiegel (836) und Matthisa Brandl (884) nur noch die Rolle der Bewunderer. Von nun an war der Teufel los, galt es doch den Aufstieg in die Elite-Liga gebührend zu feiern.
Stimmen zum Aufstieg:
Erich Walker (Sportwart): „Es ist vollbracht. Es war ein geiles Spiel. Schade, fast hätten wir ein 6000er Ergebnis gespielt, aber 5941 ist immerhin für uns Saisonbestleistung.“
Alois Hauck (Ehrenvorsitzender des Keglervereins Rodalben): „Ich bin stolz. Was die Mannschaft im Verlauf der Saison gezeigt hat, war begeisternd. Wir sind froh, dass wir solch einen Klub im Verein als Aushängeschild haben.“
Herbert Striehl (Vorsitzender Fortuna): „Bundesliga wir kommen - und dies dank einer kontinuierlichen Leistung über die ganze Saison. Die Chemie stimmt in der Mannschaft.“
Hans Hauck (Ehrenvorsitzender Fortuna) „Für mich ist es das Allergrößte. Ich habe in meiner Keglerkarriere schon viel erlebt, aber so etwas noch nicht. Für unseren kleinen Klub eine riesengroße Leistung.“
Andreas Christ (Kapitän): „Ich bin stolz auf meine Truppe. Sie haben toll gekämpft, ganz besonders auswärts“.
Text und Bilder: Herbert Striehl
Anpeitscher Andreas Christ.
Mit bengalischem Feuer wird die Meisterschaft gefeiert.
