Monsheim überholt sich im Lokalderby selbst - Grünstadt hat das Nachsehen
Nachdem in der Vorwoche das verlorene Spiel besprochen und gleich einen Strich darunter gesetzt wurde, waren sich fast alle einig, dass gegen Grünstadt eine Trotzreaktion folgen sollte. So kam es und die KVler konnten einem zeitweise leidtun. Mit zum Teil überragendem Zweitliganiveau hatte wurden die Pfälzer zum zweiten Mal in dieser Saison deklassiert.
Mit der gleichen Mannschaft, aber einer völlig umgestellten Startformation überzeugten Frank Breyvogel mit starken 996 und Daniel Krüger mit ebenfalls starken 992 gleich zu Beginn und setzten Christian Von Krog (942) und Timo Fingerle (958) mächtig unter Druck. Hatten beide Monsheimer in der Vorwoche noch Probleme ihren Takt zu finden, so zeigten sie jetzt mit einer ganz anderen Körpersprache ihr wahres Können und verfehlten beide nur knapp den Tausender.
88 Kegel Plus waren ein gutes Polster für das Mittelpaar. Kapitano Jonas Hudel, der zurzeit viele Höhen und Tiefen durchläuft, brachte an diesem Tag solide 963 Kegel auf die Platte. Christian Schenk hingegen ließ „endlich“ mal so richtig den Knoten platzen. Mit drei Traumdurchgängen von 253, 260 und 270 waren sich alle einig, dass er seinen so ersehnten ersten Tausender endlich landet. Und wieder zeigte er in der Schlussphase erst leichtes Nervenflattern und kam auf nur auf 146 Volle. Aber dann platzte der Knoten und mit einer tollen Abräumserie zauberte er hervorragende 1023 Kegel auf den Totalisator - neue persönliche Bestleistung! Glückwunsch dazu. Auf der Gegenseite präsentierten sich Richard Hafke (940) und Patrick Hartig (958) zwar nicht schlecht, bei der Euphorie und den famosen Anfeuerungsgesängen der anwesenden Schlachtenbummler, gingen beide Ergebnisse völlig unter.
Die neue Schlussachse Gerd Böss und Daniel Dietrich hatten zwar einerseits leichtes Spiel, allerdings kursierten viele Anfeuerungen „heute knackt ihr die 6000“. Anfangs sah es auch vielversprechend aus. Routinier Gerd Böss begann mit 244 und Daniel Dietrich brannte mit überragenden 263 Kegeln ein kleines Feuerwerk ab - 19 Kegel unter einem Gesamtschnitt von 6000 und nur noch 150 Wurf zu spielen. So nah war die magische Grenze noch nie. Die Stimmung war spitzenmäßig. Leider hielten sie dem Erfolgsdruck nicht mehr stand und erreichten ihre Leistungsgrenze nicht mehr. So besannen sich beide eher darauf, „Chef“ Jonas Hudel zur Spielwutz zu machen. Mit ansprechenden 956 von Altmeister Gerd Böss und 940 von Didi Dietrich war klar, wen die Wutz und auch die Mannschaftsrunde traf - Didi musste zahlen. Grünstadt stellte mit Fabian Buch (970) seinen besten Spieler in den Schluss, allerdings hatte sein Gegenüber Martin Steuerwald einen gebrauchten Tag erwischt und kam nur auf 873 Kegel.
Mit 5870:5641 war, wie schon in der Hinrunde, das Derby klar für Monsheim entschieden; diesmal mit dem zweitbesten Gesamtergebnis der SKCler. Die Hoffnung ist durchaus berechtigt, in naher Zukunft die 600er-Traummarke am Wiesengrund zu sehen.
Alle Fans, aber vor allem der sportliche Leiter Andreas Schork war fasziniert von diesem Auftritt. Sein Fazit: „ Nach so einer bitteren Niederlage der letzten Woche so zurück zu kommen zeigt, welch tolle Harmonie und Spielstärke in dieser Mannschaft stecken. Es macht zurzeit einen riesen Spaß, dieser Mannschaft zuzusehen und sie nach vorne zu peitschen“.
Andreas Schork
Neue persönliche Bestmarke: Christian Schenk 1023
(Bild: SKC Monsheim)
