Traum von Platz zwei vorerst geplatzt - Monsheim scheitert an Rodalbener Schlussachse
Am vergangenen Samstag hatte Monsheim den Tabellenzweiten, die Fortuna aus Rodalben, zu Gast am Wiesengrund. Man hatte eigentlich mit der stärksten Formation seitens der Pfälzer gerechnet, allerdings musste ihr bester Akteur Andreas Christ krankheitsbedingt kurzfristig absagen, er wurde von Ralf Berger-Goldinger ersetzt.
Das Spiel eröffneten Mannschaftskapitän Jonas Hudel und Daniel Dietrich. Hier sah auch alles noch sehr gut aus. Obwohl Florian Semmler mit 1008 Kegeln ein hervorragendes Ergebnis erzielte und Daniel Dietrich ihm (944) nicht folgen konnte, hatte Jonas Hudel mit (973) den völlig indisponierten Karl Heinz Bachmann absolut im Griff. Bachmann wurde nach 150 Würfen gegen Patrick Leiner ausgewechselt und beide kamen gerade mal auf 844 Kegel. Somit konnte man der Mittelachse 65 Kegel Vorsprung mit auf den Weg geben.
Der sonst so starke Daniel Krüger und auch sein Partner Christian Schenk hatten zwar einen guten Start in die Vollen, jedoch im Abräumen wurden sie von Markus Noll und Werner Weber etwas vorgeführt. Auf der zweiten Bahn wurden seitens der Gäste die Weichen auf Angriff gestellt. Vor allem der anfangs in die Volle noch schwächelnde Markus Noll drehte mächtig auf. Mit Durchgängen von 263, 268 und 245 beeindruckte er Daniel Krüger so sehr, dass dieser nicht mehr in der Lage war, seine Leistung abzurufen. Am Ende entschied Markus Noll das Duell mit 1006:941 klar für sich. Da Christian Schenk einen Durchschnittstag erwischt hatte und mit 948 Kegeln seinem Gegner Werner Weber (945) nur drei Kegel abnahm, hieß der Spielstand nun überraschend 3806:3803 - nur drei Kegel Plus. Da selbst Rodalben mit diesem zwischenzeitlichen Spielstand wahrlich nicht gerechnet hatte, waren sie mit dem Verlauf und der Freude darüber etwas im Vorteil und weiter sehr angriffslustig.
Der ganze Druck lag nun auf Gerd Böss und Frank Breyvogel. Gerd Böss, derzeit in bestechender Form, konnte Ralf Berger-Goldinger mit 994:975 noch die Stirn zeigen und 19 Kegel erringen, aber Frank Breyvogel hatte vor allem im Abräumen einen ganz gebrauchten Tag erwischt und blieb mit 902 Kegeln hinter dem tagesbesten Daniel Kudla (1012) weit zurück.
Zum Schluss musste der SKC neidlos anerkennen, dass es mit einem zwar guten Resultat von 5702 nicht gereicht hat, den Fortunen in einem ihrer besten Saison-Auswärtsspiele (5790) Paroli zu bieten.
Nun heißt es, den Rückschritt um Platz zwei schnell aufzuarbeiten und einen Strich darunter zu setzen, denn schon kommenden Samstag steht das nächste Derby gegen Grünstadt an. Da die Monsheimer letztes Jahr mit nur einem Kegel Unterschied zuhause verloren hatte und jetzt den dritten Tabellenplatz wieder zurückerobern wollen, wissen die Männer um ihren Kapitano Jonas Hudel, um was es in diesem Derby geht.
Andreas Schork
Daniel Kudla, Florian Semmler und Markus Noll
(Bild: Herbert Striehl)
