Darmstadt zuhause nicht zu schlagen - Monsheim muss Federn lassen
Mit einem guten Gefühl fuhren die Monsheimer über den Rhein nach Darmstadt. Konnten doch im Vorjahr zum ersten Mal die Punkte aus Hessen noch entführt werden, so war an diesem Wochenende nichts zu ernten. Zu konstant war die Mannschaftsleistung um ihren Spitzenspieler Andreas Schmitt. Bei den Spielern aus der Universitätsstadt spürte man von Beginn an das Selbstvertrauen eines Zweitplatzierten, die vor der Spielrunde niemand so stark eingeschätzt hätte.
Ein verändertes Starterpaar auf Monsheimer Seite mit Daniel Krüger und Frank Breyvogel sollte eigentlich dafür sorgen, dass die normalerweise sehr heimstarken Christian Barnetz und Andreas Schmitt nicht so weit davonziehen. Trotz einer für Darmstädter Verhältnisse eher durchschnittlichen Leistung von 931 für Christian Barnetz und 982 für Andreas Schmitt, waren Daniel Krüger (932) und Frank Breyvogel (919) nicht in der Lage, dem Gastgeber Punkte abzunehmen, um dem Mittelpaar den Druck zu nehmen, gleich volles Risiko spielen zu müssen.
Trotz eines fulminanten Starts von Daniel Dietrich und Jonas Hudel, die mit 249 und 256 begannen, war der Gastgeber mit Matthias Brandl (251) und vor allem Jacek Kolanowski (258) immer in der Lage zu kontern. Auch ein gut aufgelegter Jonas Hudel, der nochmals starke 263 folgen ließ, konnte allein den Rückstand nicht spürbar verringern, da Daniel Dietrich auf seiner zweiten Bahn seine Räumer versemmelte und nur 209 beisteuerte. Hier hätte Monsheim den Gegner ordentlich unter Druck setzen können, da diese mit 234 und 230 eine der schwächsten Paarungen zeigten. Dies spiegelt aber auch gleichzeitig die sehr starke Konstanz der Wissenschaftsstädter wieder; 902 (Daniel Dietrich) und starke 981 (Jonas Hudel) konnten 924 (Matthias Brandl) und überzeugende 989 (Jacek Kolanowski) nicht gefährlich werden.
Mit 92 Miesen war die Aufgabe für Kapitän Gerd Böss und Sebastian Klonner ein schweres Unterfangen, da auf Seiten der Hessen mit Kurt Messing ein weiterer Topheimspieler aufgestellt war. Diesen konnte zwar der überragende Tagesbeste Gerd Böss (994) noch in Schach halten und 19 Punkte einstreichen, aber Sebastian Klonner fand nie richtig seine Spur und wurde nach halber Distanz ausgewechselt. Sein Ersatz Daniel Strefler konnte ebenfalls (435) nicht überzeugen. Somit war die klare Niederlage besiegelt, die Christian Krumbiegel (948) und Kurt Messing (975) eindrucksvoll unterstrichen.
5749:5595 sagt klar aus, die „Blauen“ an diesem Tag nie in der Lage waren, dem Gastgeber Paroli zu bieten und verdient verloren haben.
Andreas Schork
Auch tagesbeste 994 können die Monsheimer Farben in Darmstadt nicht retten - Gerd Böss.
(Bild: SKC Monsheim)