Fortunen büßen die Tabellenführung ein - Kein Punkt in Darmstadt
Die Befürchtungen sind eingetroffen: Die Fortunen können in Darmstadt einfach nicht gewinnen. Es ist wie verhext. Der Kegelfall ist in Ordnung, doch kommen die überwiegenden auswärtigen Spieler mit dem Kugellauf nicht zurecht. Erschwerend kam noch das berufliche Fehlen ihres Spitzenmannes Andreas Christ hinzu. Nicht genug, auch Werner Weber musste kurzfristig wegen gesundheitlicher Probleme passen - so wurde es wieder nichts mit einem Sieg.
Eine Vorentscheidung fiel bereits im ersten Durchgang. Karl-Heinz-Bachmann bot über drei Bahnen (238/238/239) gutes Kegeln, doch hatte er auf seiner dritten Bahn mit 193 Kegeln einen enormeren Einbruch, so dass am Ende „nur“ 908 Kegel geschrieben wurden und er seinen Gegner Christian Barnetz (938) ziehen lassen musste. Trotz tadelloser Leistung, mit der besten Leistung in der Mannschaft versehen, erwischte es Florian Semmler noch schlimmer, denn sein Gegner Andreas Schmitt (Heimschnitt 1002 Kegel) bot mit 1009 Kegeln absoluten Spitzensport. Florian Semmler hielt mit 945 gut dagegen, musste aber seinen Gegner davon ziehen lassen. Schon betrug der Rückstand 94 Kegel.
In Schlusspaar hatten Ralf Berger-Goldinger (210) und Markus Noll (215) nicht den besten Start und trotz Steigerungen wuchs der Rückstand stetig an. Ralf Berger-Goldinger erzielte noch gute 919, war aber seinem gleichmäßig spielenden Gegner Jacek Kolanowski (238/234/236/238=946) unterlegen. Nur Markus Noll war es vergönnt, den Rückstand zu verkürzen. Mit 914 behauptete er sich gegen Matthias Brandl, der exakt 900 Kegel fällte. Der Rückstand der „Blau-Weißen“ erhöhte sich auf 107 Miese - ein zu großer Ballast für das Rodalber Schlusspaar, zumal der Lokalmatador Kurt Messing mit einem Heimschnitt von 983 Kegeln in den Startlöchern lauerte. Gegen diesen war Daniel Kudla völlig chancenlos. Der phänomenale Kurt Messing, als Bahnenpfleger mit guten Kenntnissen ausgestattet, behielt mit 919:972 deutlich die Oberhand. Den Schlusspunkt setzte Oliver Bärmann, der sich mit 922 Kegeln knapp gegen Christian Krumbiegel (917) durchsetzte. Nach dieser Niederlage verloren die Fortunen die Tabellenführung und fielen hinter der FB KSC Frankfurt und der KSG Darmstadt auf den dritten Platz zurück.
Herbert Striehl

Die Heimstärke eindrucksvoll unterstrichen: 1009 für Andreas Schmitt.
(Bilder: Herbert Striehl)