Ein gebrauchter Tag für Nauheim - Kelsterbach knackt Heimnimbus
Am zehnten Spieltag begrüßte Rot-Weiß Nauheim die SG aus Kelsterbach zum Kreisderby. Dem Gastgeber war bewusst, dass der auswärtsstarke Gast alles versuchen wird, die Punkte zu entführen. Reinhard Kirst (946) und Marcus Dillmann (849) kassierten schon zu Beginn einen Rückstand von 37 Kegeln gegen Maximilian Seib (921) und Michael Lechelt (911). Im Mittelpaar zeichnete sich die Richtung des weiteren Spielverlaufs ab: Nauheim ersetzt Patrick Schaffarczyk (412) nach 100 Wurf durch Bernd Böhringer (421) und Andreas Mars (891) konnte nicht viel dagegensetzen. Kelsterbach nutzte diese Schwächephase knallhart aus und erhöhte durch die Ergebnisse von Markus Heller (903) und Frank Hoffmann (919) den Vorsprung weiter auf 138 Kegel. Im Schlusspaar machte Kelsterbach dann früh den Sack zu; Holger Dama (930) und Michael Schmidt (880) boten dem Tagesbesten Marcus Schäfer (949) und Michael Tinat (838) keine Angriffsflächen.
Die Begegnung mit Derbycharakter hatte wie immer einen besonderen Reiz; so waren einige erwartungsvolle Fans mitgereist, um dem Spektakel live beizuwohnen. Und was keiner nach der zuletzt eher dürftigen Leistung zuhause für wahrscheinlich gehalten hätte - sie wurden entsprechend belohnt.
Bereits im Startpaar begannen die SG’ler sich leichte Vorteile herauszuspielen. Auch wenn sich dieser Trend nur sehr verhalten äußerte und sie zunächst die Linie mehr suchten als fanden, konnte diese im Verlauf gefestigt werden. Die Kelsterbacher Mittelachse kam nur langsam in Tritt, so dass die Gastgeber zunächst etwas aufholen konnten. Aber mit einem förmlich explodierenden Maximilian Seib untermauerten die Gäste ihre Absichten. Beflügelt durch ein deutliches Polster konnten die Schlussspieler ihre anfänglichen Unsicherheiten in Ruhe ausbügeln, und langsam ins Spiel hineinfinden. Damit rundeten die SGler die Partie mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung ab, und sicherten so diese enorm wichtigen Pluspunkte gegen die sonst sehr heimstarken Nauheimer, die diesmal einfach keinen guten Tag erwischt hatten.
Michael Tinat/Frank Hoffmann